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Am Sonnabend wird zur 250. "Begegnung der Künste" in den Lichthof des Albertinums eingeladen

Am Sonnabend wird zur 250. "Begegnung der Künste" in den Lichthof des Albertinums eingeladen

Freud und Leid liegen bekanntlich oft nah beieinander. Und so mischt sich in die Freude und den Stolz des Vereins Freunde der Dresdner Galerie Neue Meister e.V., am Sonnabend zur 250. "Begegnung der Künste" laden zu können, die Sorge, wie viele der Bildende Kunst, Literatur und Musik zusammenführenden Veranstaltungen denn zu dieser imposanten Zahl noch dazukommen werden.

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In der 250. "Begegnung der Künste" steht aus Anlass des 150. Geburtstages des Architekten, Designers und Theoretikers des Jugendstils die 1913 von Georg Kolbe geschaffene Bronzeporträt Henry van de Veldes im Mittelpunkt. Skulpturensammlung, SKD.

Quelle: Estel/Klut

Seit die Mehrzahl der Abende im Lichthof des Albertinums stattfinden muss, sind die stark gestiegenen Kosten für die Abende nur mit Mühe zu stemmen (DNN berichteten). Zwar konnten für 2013 einige Sponsoren gewonnen werden, trotzdem musste die Anzahl der Veranstaltungen von sechs auf fünf zurückgefahren werden. Der Verein unter Vorsitz von Gudrun Meurer hofft nun auf eine erfolgreiche Bewerbung um Unterstützung durch die Stiftung "Kunst & Musik für Dresden", die 2013 zu gründen die Stadt Ende letzten Jahres beschlossen hat. Und er wirbt um neue Mitglieder und Sponsoren.

Der bei den letzten "Begegnungen" anhaltend hohe Besucherzuspruch unterstreicht, dass das Interesse an solch die Künste zusammenführenden Veranstaltungen jedenfalls groß ist. Und dem Verein ist nicht zuletzt deshalb wichtig, seine Reihe wieder auf solidere Füße stellen zu können, als dass er dann auch wieder die laut Satzung angestrebte Unterstützung von Bildankäufen für die Dresdner Galerie Neue Meister leisten kann.

Bei aller Sorge soll natürlich trotzdem die 250. "Begegnung der Künste" würdig begangen werden. Bezugnehmend auf das "Van-de-Velde-Jahr", das Sachsen und Thüringen anlässlich des 150. Geburtstages des Architekten, Designers und Theoretikers des Jugendstils begehen, wird Astrid Nielsen das 1913 von Georg Kolbe geschaffene Bronzeporträt Henry van de Veldes vorstellen. Der Bildhauer hatte es zum 50. Geburtstag van de Veldes für die deutsche Abteilung der Weltausstellung in Gent geschaffen. Die literarische Seite des Abends im Lichthof des Albertinums bedienen Geschichten von Oscar Wilde und Hermann Hesse; die Musiker Florian Mayer (Violine) und Tom Götze (Kontrabass/Bassgitarre) werden mit Improvisationen zu fesseln wissen.

Dass die erste Konzertmeisterin der Dresdner Philharmonie, Heike Janicke, in diesem Jahr die Zuständigkeit für die Musikauswahl übernommen hat, schlägt sich auch darin nieder, dass in drei der vier noch folgenden Begegnungen Mitglieder bzw. Substituten des Orchesters musizieren werden. Der Förderverein der Dresdner Philharmonie e.V. unterstützt das Programm. Für die passende Literatur zeichnet weiterhin Dr. Isolde Jähnigen verantwortlich, für die Bildauswahl der Direktor der Galerie Neue Meister Ulrich Bischoff.

Ralf Kerbachs 1986 entstandenes Selbstbildnis "Vereist (Selbst)" hat er für den 22. März ausgesucht - eines der Bilder aus dem Zyklus "Emigranten"-Gemälde, die der Künstler unmittelbar nach seiner Ausbürgerung aus der DDR schuf. Britta Schwarz (Alt) und Christine Hesse (Klavier) werden dazu Ausschnitte aus Schuberts "Winterreise" in Beziehung setzen; zudem wird Prosa von Jurek Becker und Christoph Hein gelesen. Julius Scholtz' Doppelbildnis "Großmutter und Enkelin" von 1863 steht am 20. April auf der Staffelei. Neben Erzählungen u.a. von Theodor Storm gesellen sich dazu Streichquartette von Schubert und Mendelssohn.

Nach einer verlängerten Sommerpause geht es dann am 26. Oktober weiter mit Ernst Erwin Oehmes 1860 entstandenem Ölgemälde "Steinbruch in der Sächsischen Schweiz", Streichquartetten von Haydn und Grieg sowie Texten von Ferdinand von Saar und Hans Christian Andersen. Den Abschluss der Saison, aber hoffentlich nicht die letzte "Begegnung der Künste", prägt am 16. November "Frozen Ozean" der New Yorker Malerin Ena Swansea. Mit "Kontraste" ist das musikalische Programm aus Werken aus Renaissance bis Gegenwart betitelt, das Musiker der Philharmonie dazu bieten werden; Prosa u.a. von Daniel Kehlmann komplettiert die Runde. Außer am 22. März (Barocksaal im Coselpalais) - gegenüber den ursprünglich Plänen ist dieser Termin aus organisatorischen Gründen vom 23. auf den 22. März vorverlegt worden - finden alle "Begegnungen der Künste" im Albertinum statt - zwei im Lichthof, zwei im Slevogt-Saal. Beginn ist immer 19.30 Uhr.

250. Begegnung der Künste am 16. Februar, 19.30 Uhr, Lichthof im Albertinum. Karten zu 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) an der Abendkasse.

www.freunde-galerie-neue-meister.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.02.2013

Sybille Graf

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