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Am 6. Januar endet die Dresdner Sonderausstellung "Im Netzwerk der Moderne"

Am 6. Januar endet die Dresdner Sonderausstellung "Im Netzwerk der Moderne"

Man will sich eine Ausstellung unbedingt anschauen, und zunächst ist dafür auch noch reichlich Zeit. Aber letztendlich hat sich diese rasant verflüchtigt, und das Anvisierte ist so ganz und gar verfehlt.

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Bronzeporträt Mary Wigmans (1925) von Laurent Friedrich Keller.

Das kennt doch jeder. Und man schwört sich hoch und heilig, dass das nie wieder passieren dürfe. Wem solcherart Missgeschick nun allerdings mit der Ausstellung "Im Netzwerk der Moderne " widerfahren sollte, die in der Kunsthalle im Lipsiusbau am 6. Januar des neuen Jahres schließt, dem ist einfach nicht zu helfen. Zumal sie ja keinesfalls im Verborgenen stattfindet und mit dem von der Ferdinand-Möller-Stiftung bestens geförderten Rahmenprogramm ein so ergänzendes Netzwerk an Kenntnissen und Erkenntnissen bietet, dass es eine Freude ist.

Heute zum Beispiel gibt es ab 16 Uhr (ebenso am 22., 27. und 29. 12. sowie am 3. und 5. 1. 2013)) eine Führung durch die Sonderausstellung. Und ab 19 Uhr als Lesung aus dem Schriftwechsel "Grohmann & die Abstraktion". Nicht wie ursprünglich angekündigt und einmal mehr mit Ahmad Mesgarha, dafür mit dem Schauspieler René Erler, und auch Reentko Dirks (Gitarre) ist erneut dabei. Zudem wird im Vorprogramm ab 16 und 17 Uhr der kurze Dokumentarfilm von 1951 "Der Weg zur Skulptur" (Die Ausbildung an der HfBK Berlin) zu sehen sein, unter anderen mit Karl Hofer, Bernhard Heiliger, Hans Uhlmann und Will Grohmann.

Zum Abschluss des Rahmenprogramms folgt am 1. Januar des neuen Jahres ab 19 Uhr "Grohmann & die Frauen" als Vortrag und Lesung aus dem "intimen" Briefwechsel. Dieser Abend findet mit Dr. Konstanze Rudert und Hannelore Koch (Staatsschauspiel Dresden) sowie Reentko Dirks (Gitarre) statt. Dass das Thema allerlei Zündstoff bietet, weiß man auch schon aus vorangegangenen Vorträgen und Gesprächsrunden. Aber nun geht es um Hintergründe und Verflechtungen - das dürfte sehr spannend sein. Zum Beispiel auch, weil zu diesen Frauen so bekannte Künstlerinnen wie Mary Wigman und Palucca gehören.

In der wunderbar unterhaltenden Gesprächsrunde mit Thomas Bille zum "Phänomen Grohmann" hatte vor wenigen Tagen der Kunsthändler, Galerist und Ausstellungskurator Rudolf Zwirner, der bereits mit 26 Jahren Generalsekretär der documenta 2 war, darüber gesprochen, wie Will Grohmann es vermochte, in schönster Eigenart, weltoffen und gewinnend Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Und Zwirner war voll des Lobes über die Ausstellung im Lipsiusbau - Grohmann sei auch in der Bilanz seines Kunstsammelns absolut außergewöhnlich.

Am 3. Januar (19 Uhr) gibt es im Lipsiusbau einen Abend zu "Grohmann und die Musik". Das Kammerkonzert "Intime Briefe" stellt Werke von Erwin Schulhoff, Dimitri Schostakowitsch und Leos Janácek vor. Es spielt das Dresdner Streichquartett der Sächsischen Staatskapelle. Und am 6. Januar (19 Uhr) findet die Abschlussveranstaltung statt. Sicher auch mit Wehmut darüber, dass die lebendige Atmosphäre im Umfeld der so kommunikativen Ausstellung dann schon wieder Geschichte ist.

Gabriele Gorgas

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.12.2012

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