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Als der Tod das Fliegen lernte

Sonderausstellung im Verkehrsmuseum Als der Tod das Fliegen lernte

In die Frühzeit der europäischen Luftfahrt zurück führt eine Sonderausstellung des Verkehrsmuseums, die am Freitag eröffnet wurde und bis zum 3. April 2016 im Johanneum gezeigt wird.

Vor dem flugfähigen Modell einer Fokker Dr. 1 posieren Mitarbeiter des Verkehrsmuseums im Look der Kaiserzeit.

Quelle: Peter Weckbrodt

Dresden. In die Frühzeit der europäischen Luftfahrt zurück führt eine Sonderausstellung des Verkehrsmuseums, die am Freitag eröffnet wurde und bis zum 3. April 2016 im Johanneum gezeigt wird. Die Fotoausstellung „Als der Tod das Fliegen lernte“ erweckt die Pionierzeit der Luftfahrt wieder zum Leben.

„Der Traum vom Fliegen – Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er Realität und löste bei den Menschen in Europa wahre Begeisterungsstürme aus. Die Ausstellung dokumentiert die Euphorie der Menschen und zeigt aber auch, wie schnell diese neue faszinierende Technik für militärische Zwecke vereinnahmt wurde“, erläutert Joachim Breuninger, der Direktor des Museums, das Anliegen.

Starts und Landungen waren seinerzeit oft Volksfeste. Nicht selten zogen sie 40 000 bis 60 000 ebenso Schau- wie Sensationslustige in ihren Bann. Die  nicht geringe Aussicht, selbst Augenzeuge eines Flugzeugabsturzes zu werden, stellte einen zusätzlichen prickelnden Anreiz dar. Tatsächlich stellten schon Windgeschwindigkeiten von mehr als 20 Kilometer pro Stunde eine Bedrohung für die tollkühnen Piloten dar.

Auf den Bildern sind bedeutende Pioniere der Luftfahrt zu sehen, wie der Luftschiffkonstrukteur Graf Zeppelin, der Brite Farman, der 1908 den weltweit ersten Passagier in einem Flugzeug transportierte, die belgische Pilotin Hélène Dutrieu, die 1910 als erste Frau der Welt einen Passagier flog und Hellmut Hirth, der erfolgreichste deutsche Motorflieger.

Das Zusammenwirken von Bildern, Objekten, Raumgestaltung und Klangkulisse schafft eine Atmosphäre, die den Besucher in die Zeit der großen Flugschauen zurückversetzt. Vom Liegestuhl oder von der Zuschauertribüne aus kann er in die Welt der fliegenden Kisten eintauchen.

Ein richtiger Augenschmaus ist natürlich das aufgestellte, knallrot lackierte, flugtaugliche Modell einer Fokker Dr. 1 (Baujahr 1917). Es ist eine Leihgabe des Fliegenden Museums e. V. Großenhain. Bekannt wurde der Dreidecker durch den deutschen Jagdflieger Manfred Freiherr von Richthofen.

Mit dem Ersten Weltkrieg verlor die Luftfahrt ihre Unschuld, lange vorher schon hatten die Militärs die Fluggeräte hinsichtlich ihrer militärischen Potentiale sorgfältig beobachtet und geprüft. Nun überwachten Luftschiffe die See, Ballone klärten die Gefechtsfelder auf, Flugzeuge wurden als Bomber eingesetzt. Mit dem Abwurf der ersten Atombombe über Hiroshima erreichte diese verhängnisvolle Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt.

Die einzigartigen Fotoaufnahmen entstammen dem Archiv des k. k. Österreichischen Flugtechnischen Vereins und gehören heute zum Bestand des kanadischen Luftfahrtmuseums Ottawa.

onderausstellung „Als der Tod das Fliegen lernte“ vom 9. Oktober 2015 bis 3. April 2016 im Verkehrsmuseum, 01067 Dresden, Augustusstraße 1; Tel.: 0351-8644-0
geöffnet: Di. bis So. von 10 bis 18 Uhr, Mo. geschlossen;
Eintritt: Erw. 9 Euro, Erm. 4 Euro, Familien 15 Euro;
offene Führungen durch die Ausstellungen am 17., 24. und 31. Oktober 15 Uhr, 7., 14., 21. und 28. November 15 Uhr, 5., 12. und 19. Dezember 15 Uhr;
Führungen für Schulklassen: Tel.: 0351-8644-133; E-Mail: fuehrung@verkehrsmuseum-dresden.de
www.verkehrsmuseum-dresden.de

Peter Weckbrodt

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