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Adventskonzert in Dresdens Versöhnungskirche

Mit allen Chören Adventskonzert in Dresdens Versöhnungskirche

In Proben gemeinsam im Chor zu singen, ist wunderbar. Aber das Allerbeste für jeden Chorsänger sind doch die Konzerte. Das gilt auch für das Adventskonzert in der Dresdner Versöhnungskirche, die allen Chören dieses Gotteshauses Gelegenheit bot, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Dresden. Und da war viel Gutes zu hören. Kantorin Margret Leidenberger hat hier in den Jahren viel auf die Beine gestellt.

Neben zwei Kantaten aus dem Barock enthielt das Konzert auch ein Werk der Postmoderne, nämlich die 2003 uraufgeführte "Mass oft the children" des englischen Chorleiters und Dirigenten John Rutter. Die hellen Stimmen des Jugendchores mischten sich wunderbar mit denen der Kantorei. Das Werk ist im Stile einer Missa brevis geschrieben, angereichert mit ein paar englischen Gedichten.

Jazziges, südamerikanische Rhythmen, ausgedehnt liebliche, ohne Ende schöne Passagen, ein paar wenige fugierte Einschübe - die Messe ist farbenreich und eingängig, hat aber auch ihre Längen. Die Chöre unter Margret Leidenberger waren ebenso wie die Sinfonietta Dresden - hier vorwiegend deren Bläser - mit Lust und Liebe bei der Sache, immer auf Klangschönheit und Ausdruckskraft bedacht.

Zwei Kantaten, die eigentlich für den 1. Advent gedacht waren, umrahmten die Rutter-Messe. Da war zunächst die schwungvolle Kantate "Machet die Tore weit" von Georg Philipp Telemann, der die Kantorei musikalische Frische angedeihen ließ. Am Ende erklang die Bachkantate "Nun komm, der Heiden Heiland" BWV 62, in der auch die Kurrendekinder zum Einsatz kamen. Begeistert und mit gutem Ergebnis widmeten sie sich dem cantus firmus im prachtvollen Eingangschor (da vergaß man schnell, dass das Rezitativ "Wir ehren diese Herrlichkeit" gründlich danebenging). Zupackend, mit großem Engagement und schöner Differenzierungskunst ging die Kantorei zu Werke, was die eindringliche Gestaltung des Chorals "Lob sei Gott" mit einschließt.

Das Solistentrio erhielt durch den klaren Sopran von Heidi Maria Taubert - namentlich bei Telemann - ihren Qualitätsstempel, während die auf oratorischem Gebiet vielfach bewährten Herren Michael Schaffrath (Tenor) und Johannes G. Schmidt (Bass) insbesondere in den von haarsträubenden Koloraturen durchzogenen Bach-Arien doch an ihre Grenzen kamen.

von Mareile Hanns

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