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Ab Freitag steigt die achte Ausgabe von „Colored Gigs“ in der Scheune

Posterausstellung Ab Freitag steigt die achte Ausgabe von „Colored Gigs“ in der Scheune

Ein blauer Oktopus kündigt in diesem Jahr das Ausstellungs- und Konzertevent mit der markigen Unterzeile „Sex, Druck und Rock’n’Roll“ an. Die Betonung liegt auf Druck – hier gibt es keine Drogen, sondern aufwendig gestaltete, von Hand gedruckte und streng limitierte Siebdruck-Konzertposter fürs Auge mit großen und kleinen Bandnamen.

Künstler und Colored Gigs Veranstalter Lars P. Krause und die Punkrock Karaoke Organisatorin Vicky Braunschweig in der Siebdruckwerkstatt.

Quelle: PR

Dresden. Ein blauer Oktopus kündigt in diesem Jahr das Ausstellungs- und Konzertevent mit der markigen Unterzeile „Sex, Druck und Rock’n’Roll“ an. Die Betonung liegt auf Druck – hier gibt es keine Drogen, sondern aufwendig gestaltete, von Hand gedruckte und streng limitierte Siebdruck-Konzertposter fürs Auge mit großen und kleinen Bandnamen, die in den Ohren klingeln. The Black Keys, The Melvins, Queens of the Stone Age, The Notwist, Foo Fighters...die Aufzählung ließe sich unendlich fortsetzen.

Der Oktopus steht für die achte Ausgabe der mittlerweile fest im Dresdner Kulturkalender vieler Kunst- und Musikinteressierter eingeplanten Veranstaltung mit Ableger in Leipzig und München. Die Riesenkrake hat alle Arme voll zu tun, um Farbeimer, Papierrolle, Siebdruckrakel und die obligatorische Bierflasche zu halten. Seit zwei Jahren gibt der Dresdner Siebdruckkünstler und „Colored Gigs“-Organisator Lars P. Krause die Gestaltung des Jahresmotivs in Künstlerkollegenhände. Die freundliche Riesenkrake stammt aus dem Zeichenstift des Hamburger Grafikers Alexander Hanke mit seinem Studio „Zum Heimathafen“, der in seinen Illustrationen oft kleine Geschichten erzählt. Er sieht in der Krake einen Seitenhieb auf den Siebdrucker an sich, bei dem auch immer alles gleichzeitig passieren muss. „Wäre der Siebdrucker ein Tier, wäre er eine Krake. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Krake doch immer noch einen Arm frei hätte, um einen Farbtropfen aufzufangen, um ein Papier davon abzuhalten auf den Boden zu segeln und um sich ein kühles Getränk nach dem hundertsten Bogen Papier zu gönnen, ohne, dass die Farbe im Sieb eintrocknet.“ Hanke selbst beschäftigt sich seit 2012 professionell mit dem Siebdruck, stellte damals auch zum ersten Mal bei „Colored Gigs“ aus und ist seither in jedem Jahr dabei. Für ihn ist die Dresdner Ausstellung die entspannteste aller Postershows. „Die Menge an Ausstellern ist recht überschaubar und trotzdem ist die Menge an hochwertigen Postern gewaltig,“ erklärt der 34-Jährige. Bei den großen Shows in Hamburg, Chicago oder Barcelona höre er immer wieder Stimmen, dass die Leute überfordert seien von der Bildmenge, was Alexander Hanke gut verstehen kann. „In Dresden kann man sich tatsächlich alles in Ruhe anschauen und hat nicht das Gefühl, dass einem der Kopf explodiert.“

Eine Besonderheit des „Colored Gigs“ Events ist neben den abendlichen, parallel zur Ausstellung laufenden Konzerten (freitags spielt die No Wave Band „BRIE“ und am Samstag entert die Dresdner Postpunk Band „Villages“ die Scheune-Bühne) die alljährliche Möglichkeit, mit sämtlichen teilnehmenden Künstlern ins Gespräch zu kommen und sich eines der begehrten Sammlerstücke für einen relativ schmalen Taler mit nach Hause zu nehmen.

Wer die in diesem Jahr ausschließlich männliche Siebdruckkünstlerriege einmal auf der anderen Seite der Medaille erleben oder selbst das Rampenlicht betreten möchte, für den haben die „Colored Gigs“-Macher in diesem Jahr außerdem als Warm-Up Programm ein Kooperationsprojekt mit der Dresdner „Punkrock Karaoke“ ins Leben gerufen. Der Künstler Lars P. Krause öffnet dafür am Donnerstag (29.9., ab 19 Uhr) sein Siebdruckstudio auf dem Dresdner Drewag-Gelände (Lößnitzstr. 14, Haus 7) für Künstler und Besucher. Federführend bei der Organisation der „Punkrock Karaoke“ ist die Dresdner Grafikerin und bekennende Siebdruckpostersammlerin Vicky Braunschweig. Im Gegensatz zu herkömmlicher Karaoke gibt es bei der Dresdner Version eine Punkband, die ein Repertoire aus circa 70 Songs in petto hat, aus denen sich die Besucher etwas aussuchen und mit der Band zusammen live performen dürfen. „Als Belohnung zum Singen verteilen wir jede Menge Schnaps und das Publikum unendlich viel Ruhm,“ erklärt die 28-Jährige das simple Konzept mit dem unvorhersehbaren Showversprechen. Doch während die „Punkrock Karaoke“ Crew sonst eher in Clubs wie der Dresdner Chemiefabrik ihre „frohe Kunde des ‚Punk & Destroy’“ verkündet, ist in der Siebdruckwerkstatt von Lars P. Krause schon das Setting eine Herausforderung: „Das wirklich Besondere bei dem Warm-Up Event wird sein, dass die Band direkt auf dem Werktisch performt und das Publikum von allen Seiten um den riesigen Tisch herum stehen wird, um die Jungs anzufeuern und mitzumachen,“ meint Vicky Braunschweig. Den Blick hinter die Kulissen einer Siebdruckwerkstatt mit potentieller Trommelfell- und Leberstrapaze am Donnerstag gibt es für 7 Euro, der Eintritt zur Colored Gigs Ausstellung mit Tombola und Live-Bands am Freitag und Samstag in der Scheune ist frei.

Colored Gigs Vol. 8 in der Scheune Dresden, 30.9., 19-24 Uhr, 1.10., 14-24 Uhr

Colored Gigs Warm-Up mit Punkrock Karaoke, 29.9., ab 19 Uhr

Von Enna Mastiger

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