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800. Jubiläum: Dresdner Kreuzkirche, Kreuzchor und Kreuzschule feiern 2016 gemeinsam

800. Jubiläum: Dresdner Kreuzkirche, Kreuzchor und Kreuzschule feiern 2016 gemeinsam

Dresdner Kreuzkirche, Kreuzchor und Kreuzschule haben 2016 gemeinsam zum Jahr ihres 800. Jubiläums ausgerufen und beziehen sich dabei auf die erste urkundliche Erwähnung Dresdens als "Stadt" im Jahr 1216. Denn die habe für die Kaufmannssiedlung notwendig eine Stadtkirche vorausgesetzt.

Eben diese Nikolaikirche, heißt es in der Mitteilung der drei Institutionen für ihr Festjahr, wurde mit dem liturgischen Gesang und der Unterrichtung der Knaben später zu einem populären Wallfahrtsort der Kreuzverehrung und erhielt den Namen Kreuzkirche.

Bis heute spielt das Gotteshaus - mit mehr als 3000 Sitzplätzen die größte evangelische Kirche Sachsens - im Zentrum der und für die Stadt eine ganz gewichtige Rolle und der in ihm beheimatete Dresdner Kreuzchor auch. Zu dem "Dreigestirn" gehört zudem die Kreuzschule, seit jeher Lernort für die Kruzianer und Ende der 1990er zum Evangelischen Kreuzgymnasium umgestaltet, die älteste Schule Dresdens. Deren heutige Direktorin Gabriele Füllkrug ist in dem Kreis vertreten, der sich der Vorbereitung des Jubiläums widmet, wie Superintendent Christian Behr und Pfarrer Holger Milkau, Kreuzkantor Roderich Kreile sowie Oberlandeskirchenrat i.R. Christoph Münchow. Und Joachim Schlese, Geschäftsführer der Sächsischen Festivalvereinigung, der Verantwortung tragen wird für die Organisation und Durchführung eines "Kreuzgang" genannten Umzuges im Rahmen des Dresdner Stadtfestes 2016, der in Szenen und Bildern die 800-jährige Geschichte der Institutionen abbilden und vermitteln will.

Ein Höhepunkt des Feierjahrs soll laut Superintendent Behr vom 22. bis 29. Februar 2016 eine "Tafelwoche" in der Kreuzkirche sein: Statt Kirchenbänken werden dann Tische und Stühle aufgestellt, sind Bedürftige und Interessierte zum gemeinsamen Essen und zum Gespräch eingeladen. Damit rücke die Gemeinde ihre "diakonische Funk- tion" in den Mittelpunkt. In dieser Zeit bleibe die Kirche stets geöffnet, auch nachts.

Am 15. April beginnt eine Festwoche in der und um die Kreuzkirche. Am 17. April gibt es einen Festgottesdienst mit dem dann neu gewählten Landesbischof und ein Konzert mit der Dresdner Philharmonie. Ein weiterer musikalischer Markstein wird Beethovens Missa solemnis mit dem Kreuzchor sein. Ein ökumenischer Gottesdienst ist angekün- digt, ein Konzert mit Gerhard Schöne und vieles mehr. Ob allerdings die Aufführung von Bachs h-Moll-Messe am 24. September 2016 zugleich die Eröffnung für das 91. Bachfest sein wird, steht noch in den Sternen (s.u.).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2014

Kerstin Leiße

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