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5. Umsonst&Draußen-Festival in Dresden erwartet am Wochenende 4500 Besucher

5. Umsonst&Draußen-Festival in Dresden erwartet am Wochenende 4500 Besucher

Vieles habe sich geändert, sagen sie. Mehr Bands, mehr Bars, mehr Besucher. Zwei Dinge aber seien geblieben: "Freier Eintritt und kein Dach überm Kopf." Zum fünften Mal organisiert der Verein Artderkultur e.

V. mit seinen 60 Helfern das Dresdner Umsonst&Draußen-Festival - an diesem Freitag und Sonnabend. Nach dem Panzerhof, dem Areal vor der Garnisonkirche, in diesem Jahr als Straßenfest auf der Hans-Oster-Straße.

Ab morgen, 20 Uhr, gibt es Klangkunst und Kleinkunst auf der Straße zwischen Stauffenbergallee und Tannenstraße/Alaunpark. Luc Stargazer eröffnen am Freitag mit instrumentaler Synthierock-Architektur. Turbophob mathematisieren den Indiepunk in herausragender Weise à la Lack und Barra Head. Was The Heroine Whores gebären, suhlt sich zwischen Grunge und White Stripes - ehemalige und aktuelle Mule-Fans kommen hier nicht drumrum. Und schließlich Schürhaken Körner: Schnelle Kopfknotensongs, durchlöchert von Vokalexzentrik. Ein lauter Abend wird's, aber mit Stil.

Der Sonnabend beginnt um 14 Uhr mit einem Kinder- und Familiennachmittag: Großspielzeug des Abenteuerspielplatzes Panama wird aufgefahren, plus Flohmarkt, Kaffee und Kuchen sowie einem Song-Slam. Ab 17 Uhr gehört das Festival wieder den Bands. He Mihalys Theorie: deutscher Rap auf straffen Buena-Vista-Social-Club-Instrumentalien, Groove zum Vorabend. Audiocaneat hingegen auf Instrumentales beschränkt, Weltraumsongs mit Unendlichkeitserlaubnis - düster, glitzernd, monumental, ein Rauscherlebnis. Eleanore Lance schaben und raspeln den Schmutz von ihren Instrumenten. Menkenkes setzen noch einen drauf und stürmen grunzend durch ihre Songs: der sicher härteste Act des Festivals.

Leo hört Rauschen singt deutsch, und würden Tocotronic heute beginnen, Musik zu machen, könnten sie das mit Leo durchaus anstellen. "Lasse reinström" strömen lassen, und zwar durch einen durch. Das ist die beste Variante, ihrem Indie-Gerocke zuzuhören. Tending to Huey schließlich klingen mal wie einer ihrer Songs: "The last Snow of Winter", mal wie das Wort eines ihrer anderen Songs: "Micromastia". Pop zum Hin- und Querhören.

Die Veranstalter rechnen mit 4500 Besuchern. So viel wie in den zwei Jahren zuvor zusammengerechnet. Umsonst&Draußen-Festivals gibt es seit den 70er-Jahren in ganz Deutschland. Konzept der Festivals: kostenlos und unter freiem Himmel. Entstanden unter anderem in Abgrenzung zur Kommerzialisierung der Rockmusik. Das Dresdner Umsonst&Draußen-Festival ist das einzige seiner Art in Sachsen. R. Kaak

www.artderkultur.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.07.2012

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