Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
4. Aufführungsabend beendete die Konzertsaison der Staatskapelle Dresden

Konzert in der Semperoper 4. Aufführungsabend beendete die Konzertsaison der Staatskapelle Dresden

Mit einem kurzweiligen Aufführungsabend hat die Sächsische Staatskapelle ihre aktuelle Konzertsaison beendet. Am Pult in der Semperoper stand der aus einer rumänischen Musikerfamilie stammende US-Amerikaner Cristian Macelaru. Solisten waren die Kapellmusiker Federico Kasik (Violine) und Anya Dambeck (Viola).

Voriger Artikel
Das Brückenmännchen feiert im Boulevardtheater Dresden
Nächster Artikel
ZZ Top bei den Filmnächten am Dresdner Elbufer

Bei Mozarts „Sinfonia Concertante“ Es-Dur waren die Kapellmusiker Federico Kasik (Violine) und Anya Dambeck (Viola) die Solisten, am Pult der Staatskapelle Dresden im Aufführungsabend in der Semperoper stand der aus einer rumänischen Musikerfamilie stammende US-Amerikaner Cristian Macelaru.

Quelle: Oliver Killig

Dresden. Mit einem kurzweiligen Aufführungsabend hat die Sächsische Staatskapelle ihre aktuelle Konzertsaison in der Semperoper beendet. Wie es sich in diesem Konzertformat eingebürgert hat, bestimmen vor dem Schmuckvorhang auf der Bühne kleiner besetzte sinfonische Werke das Programm. Der kammermusikalische Geist durchweht das Ensemble, und dabei lernt das Publikum noch aufstrebende Talente am Dirigentenpult kennen, die zumeist ihr Debüt beim Orchester geben.

So auch diesmal: Der aus einer rumänischen Musikerfamilie stammende US-Amerikaner Cristian Macelaru arbeitet nach einigen erfolgreichen Wettbewerben mit vielen amerikanischen Orchestern zusammen. Den Aufführungsabend begann er mit Musik eines hierzulande kaum bekannten Komponisten und Dirigenten aus seiner Heimat, Konstantin Silvestri (1913-1969), dessen „Drei Stücke für Streichorchester“ ähnlich der Musik von Kodaly oder Enescu mit folkloristischem Kolorit aufwarteten.

Eingebettet war dies in eine durchaus avancierte Musiksprache, und besonders im dritten Satz war der Streichersatz vielfach aufgefächert und mit solistischen Einwürfen gespickt, die an die Turbulenz eines ländlichen Volksfestes erinnerten. Das alles brachte Macelaru vom Dirigentenpult aus mit Übersicht und klarer Zeichengebung hervor, und es war schön beim Hören zu beobachten, dass sich die Lebendigkeit von Macelarus Interpretation unmittelbar auf das Orchester übertrug und sich die Tiefe des Ausdrucks im zweiten Satz gut herstellte, aber ebenso die Unbändigkeit des rasanten dritten Satzes.

Im Grundausdruck wie Silvestri dem Divertissement nahestehend, aber doch bedeutend vertrauter im Ohr war das Abschlusswerk des Aufführungsabends, Igor Strawinskys „Pulcinella“-Suite, deren Theatralik hier eine schwingende Eleganz erhielt, da Macelaru weniger auf Übertreibung setzte, sondern den vielen kammermusikalischen Kombinationen mehr zuhörte und das Stück sich so als Bilderbogen natürlich aufblätterte.

Im Mittelpunkt des Konzertes stand jedoch Klassisches: Wolfgang Amadeus Mozarts „Sinfonia Concertante“ Es-Dur für Violine, Viola und Orchester ist unwidersprochen ein Meisterwerk vor allem in der Kombination, im „Concertare“ der barocken Tradition zu huldigen und gleichzeitig Neues zu erfinden – einzigartig steht dieses Werk in seinem Schaffen. Der Partitur entlockten die beiden Solisten, die Kapellmusiker Federico Kasik (Violine) und Anya Dambeck (Viola), eine enorme klangliche Vielfalt – sie konnten in ihrem intensiven Spiel sowohl die Individualität ihrer tönenden Stimme bewahren als auch im Duo als gleichberechtigte Gesprächspartner den silbrigen Violinklang mit dem warmen Bratschenton verschmelzen. Von der Kapelle wurden sie dabei sehr gut unterstützt, wenngleich Macelaru in den Ecksätzen auf einen etwas breitwandigen Gesamtklang setzte. Der schöne Ausklang der „Concertante“ gelang mit einem im Tempo gut austarierten Presto-Rondo, bei dem Kasik und Dambeck sich immer genug Atem für die Ausgestaltung nahmen, aber die Spannung bis zum letzten Ton gehalten wurde – dafür gab es verdientermaßen den stärksten Applaus des Abends.

Von Alexander Keuk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr