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3000 Dresdner feiern ausgelassen beim Roland-Kaiser-Konzert in der Messe

3000 Dresdner feiern ausgelassen beim Roland-Kaiser-Konzert in der Messe

Zum Abschluss seiner diesjährigen Affären-Tournee war Schlagersänger Roland Kaiser an Sonnabend in der Dresdner Messe zu Gast. Knapp 3000 Dresdner wollten sich diesen Auftritt nicht entgehen lassen und stimmten euphorisch in Kaisers Lieder ein.

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Roland Kaiser sorgte am Sonnabend in der Dresdner Messe für beste Stimmung unter den rund 3000 Konzertbesuchern.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Anders als bei den Filmnächten am Elbufer hatten alle Fans im Saal einen Sitzplatz. Zumindest theoretisch. Denn lange dauerte es nicht, bis Roland Kaiser das Feuer bei ihnen entfachte. Bereits beim zweiten Song „Amore amore“ gab es kein Halten mehr. Mütter tanzten in den Gängen ausgelassen mit ihren kleinen Kindern, genauso wie junge und ältere Paare.

Wer nun glaubte, dass es keine Steigerung mehr geben würde, der täuschte sich. Denn richtig in Wallung geriet das Publikum bei Klassikern wie „Sag ihm, dass ich Dich liebe“ und „Santa Maria“. Zwischendurch philosophierte Kaiser über das Thema der Tournee: Affären. Ähnlich zweideutig wie in seinen Liedern sprach er davon, dass Frauen genauso viele Affären hätten wie Männer, sich aber nicht erwischen ließen. Ausführungen zur absoluten Treue bei Tieren wie Präriewühlmäusen, die es beim Menschen aber seiner Meinung nach wohl nicht geben würde, muteten zwar ein wenig kurios an, störten am Ende aber niemanden.

Schauspielerisches Talent zeigte der 60-jährige Sänger, der sich, wie man das von ihm kennt, auf der Bühne eigentlich kaum bewegte, als er vor seinem Song „Hab ich zu viel riskiert“ einen Mafiapaten imitierte. Schließlich handelt der Song von sizilianischen Mädchen . Zur Sprache kam ebenfalls Kaisers Rolle als Schlagersänger Roman König im Münsteraner Tatort. Eilig bemühte er sich jedoch klarzustellen, dass natürlich keine Parallelen vorhanden seien und er derartig egoistische Menschen nicht leiden könne. Danach folgte das Lied „Egoist“, das er bei seinem TV-Auftritt intoniert hatte.

Alles in allem bot die dreistündige Kaiser-Show keine großen Überraschungen. Aber deswegen geht wohl auch niemand hin. Jeder weiß, was er fürs Geld bekommt, und das scheint vom Backfisch bis zur Großmama auch generationenübergreifend gut anzukommen. Bevor die Leute jedoch endgültig nach Hause gingen, durfte natürlich Kaisers Dresden-Hymne „Affäre“ mit Zeilen wie „Dresden du unbesiegte, Dresden du heiß geliebte“ nicht fehlen. Dabei wurde deutlich, dass die Menschen nicht nur Roland Kaiser wie verrückt verehren, sondern noch mehr ihr geliebtes Elbflorenz. Die Textpassagen, in denen Dresden erwähnt wurde, hallten dann auch besonders eindringlich durch den Messesaal.

Stephan Hönigschmid

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