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300 Kinder und Jugendliche gestalteten in der Dresdner Kreuzkirche ein Benefizkonzert für ihre krebskranken Altersgenossen

300 Kinder und Jugendliche gestalteten in der Dresdner Kreuzkirche ein Benefizkonzert für ihre krebskranken Altersgenossen

Schon Franz von Assisi wusste: "- ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen" - der Dresdner Verein Sonnenstrahl e.V. hat sich diesen Ausspruch beim 16. Benefizkonzert für krebskranke Kinder in der Kreuzkirche einen Abend lang zum Motto gemacht.

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Der siebenjährige Pianist Ben Lepetit und das Junge Kammerorchester des Landesgymnasiums unter Leitung von Volker Dietzsch gehörten zu den Mitwirkenden des Benefizkonzertes.

Quelle: Matthias Ander

Hier musizierten rund 300 Kinder und Jugendliche, um Geld zur Unterstützung von Familien mit krebskranken Kindern zu sammeln. Das Benefiz unter Schirmherrschaft der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) ist in den 16 Jahren schon zur Tradition geworden.

Das musikalische Programm wurde in diesem Jahr von fünf renommierten Kinder- und Jugendchören, dem Jungen Kammerorchester des Landesgymnasiums für Musik "Carl Maria von Weber" und jungen Solisten gestaltet - und war so umfangreich wie vielseitig. Knapp 30 Minuten vergingen zunächst mit Vorreden der Organisatoren und der OB, bevor das große Spektrum junger Kunst in der Kirche einen Abend vollgepackt mit musikalischen Eindrücken ganz unterschiedlicher Couleur bescherte.

Der berührendste Moment stand am Beginn, als zum Gedenken der verstorbenen Kinder und Jugendlichen eine Kerze entzündet wurde. Musikalisch getragen wurde dieser Augenblick von Johann Bendas "Grave" aus dem Concerto in G-Dur, gefühlvoll gespielt von der 13-jährigen Charlotte Thiele (Violine) und dem Jungen Kammerorchester des Landesgymnasiums unter der Leitung von Volker Dietzsch.

Mit Volksliedern aus Deutschland, Norwegen, Rumänien und Schweden lenkte der Knabenchor Dresden die andachtsvolle Stimmung anschießend wieder in hellere Gefilde. Den größten Applaus des Abends erntete der jüngste Solist des Konzertes, der siebenjährige Pianist Ben Lepetit. In rasantem Tempo spielte er sich zusammen mit dem Jungen Kammerorchester durch Johann Sebastian Bachs Konzert Nr. 5 für Streicher und Klavier in f-Moll - und konnte es locker mit den älteren Musikern aufnehmen. Mit Chopins "Minutenwalzer" gab der Junge eine nicht minder umjubelte Zugabe.

Außergewöhnlich war auch der Auftritt des Projektchors "Chorodthia". Der 2013 im Rahmen einer Ferienakademie entstandene Klangkörper unter der Leitung von Claudia Sebastian-Bertsch verharrt nie statisch an seinem Platz, sondern paart das Singen mit kleinen Choreografien oder zumindest rhythmischen Bewegungsabläufen. So tanzten die Sänger etwa zu einem zypriotischen Volkslied - ein Erlebnis für Auge und Ohr. Einen wiederum ganz anders gearteten Auftritt bestritt das junge Bläser-Quintett Dresden. Dieses spielt im Rahmen der Bläserausbildung am Landesgymnasium in häufig wechselnden Besetzungen. Zum Benefizkonzert interpretierten Magda- lena Greuner, Johanna Oeste und Isabelle Thiele (Flöte) sowie Elisa-Theres Weber (Klarinette) und Joshua Jacob (Bass-Klarinette) Mozarts Diverti- mento Nr. 18 mit jugendlichem Frohsinn. Astrid von Brück (Staatskapelle Dresden) an der Harfe holte den Abend zusammen mit dem Jungen Kam- merorchester und Debussys "Dances pour harpe et orchestre a cordes" wieder zurück in verträumte Gefilde. Die Dresd-ner Kapellknaben sorgten mit drei Psalmen von Joseph Ahrens, Anton Bruckner und Helmut Bornefeld nochmals für besinnliche Minuten, bevor Andreas Führlich, Vorstandsvorsitzender des Sonnenstrahl e.V., Dankesworte an alle Beteiligten und die Kreuzkirche richtete, die die Räume für das Konzert kostenfrei zur Verfügung stellt. Wie in den vergangenen Jahren hat der Verein dabei knapp 30000 Euro gesammelt. Zu danken ist an dieser Stelle auch Irmhild von Kielpinski, die für die Zusammenstellung des musikalischen Programms verantwortlich zeichnete. Nicht zuletzt hat sie auch mit dem Chor "I have a dream" von Abba einen Höhepunkt wie gelungenen Abschluss für diesen Abend gesetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.03.2014

Nicole Czerwinka

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