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2900 Quadratmeter Rom - Ab morgen zeigt Asisi-Panometer neues Rundbild

2900 Quadratmeter Rom - Ab morgen zeigt Asisi-Panometer neues Rundbild

Das barocke Dresden ist Geschichte. Ab Sonnabend können sich die Besucher im Dresdner Asisi-Panometer auf das neue Panoramabild "Rom 312 - das Erlebnis der antiken Weltstadt" freuen.

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Das weite Rund des Asisi-Panometers bietet den Besuchern zahlreiche Perspektiven auf das antike Rom.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Stephan Hönigschmid

Gestern stellte der Berliner Künstler Yadegar Asisi sein Werk der Öffentlichkeit vor. "Der Aspekt des geschichtlichen Augenblicks soll auch für den unvoreingenommenen Besucher deutlich werden. Er soll das Gefühl haben: Ich bin dabei, wenn Konstantin die Macht übernimmt", schilderte Asisi die Wirkung, die er sich von dem Bild erhofft.

"Rom 312" zeigt die antike Stadt Rom in der Blüte ihrer architektonischen Pracht. Der Blick des Besuchers schweift über dicht bebaute Hügel der Stadt, über berühmte Tempel, Thermen, Basiliken und Triumphbögen. Im Mittelpunkt steht der triumphale Einzug des Kaisers Konstantin und seiner Legionäre nach der Schlacht an der Milvischen Brücke. Das Panoramabild bezieht sich damit auf einen Augenblick in der Geschichte, der den Wendepunkt von der Antike zum christlichen Abendland markiert. Denn erst Konstantin verhalf dem Christentum zum Durchbruch. Die Grundlage für Asisis Werk bildet ein Panoramagemälde von Alexander Wagner und Josef Bühlmann aus dem 19. Jahrhundert. Bereits 2005 brachte der Künstler das Bild auf Gasometer-Größe und zeigte es in Leipzig.

Als die Ausstellung 2009 schloss, stampfte er die Stoffbahnen ein, das Dresdner Publikum sieht eine neue und verbesserte Version. "Der Vordergrund des Bildes ist räumlicher als in Leipzig und es hat eine vierfach höhere Auflösung." Außerdem hätte in Leipzig mehr die Stadt und die Architektur im Vordergrund gestanden, während diesmal Konstantin das Hauptthema bilde, so Asisi. Das 107 Meter lange und 27 Meter hohe, also genau 2889 Quadratmeter große Bild ist aus 37 bedruckten Spezialfaser-Stoffbahnen zusammengesetzt. Um die Wirkung zu erhöhen, wurde zudem die Aussichtsplattform von zwölf auf 15 Meter erhöht. Auf diese Weise soll der räumliche Eindruck noch einmal gesteigert werden. Zur Präsentation des neuen Asisi-Werkes war auch der Pfarrer der Kreuzkirche Joachim Zirkler eingeladen. Er betonte, dass es ohne Konstantin kein christliches Abendland gäbe und regte einen ökumenischen Gottesdienst in dem früheren Gasspeicher an. "Ich befinde mich außerdem in Gesprächen mit dem Kreuzchor, um ein Konzert im Panometer zu organisieren", so Zirkler. Bis zum 2. September 2012 ist die Bildinstallation im Panometer zu sehen. Der Umbau vom Dresden-Bild zum Rom-Panorama kostete nach Angaben von Asisi zwischen 500 000 und 700 000 Euro. Mit der Ausstellung möchte der Künstler das panomatische "Antikenjahr" einläuten, denn zeitgleich zeigt er in Berlin ein Rundbild der antiken griechischen Stadt Pergamon.

Das Panometer ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8,50 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.12.2011

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