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29. Klangwelten-Weltmusikfestival am Dienstag in der Dreikönigskirche

Musik der Exkolonien 29. Klangwelten-Weltmusikfestival am Dienstag in der Dreikönigskirche

Musiker aus vier ehemaligen Protektoraten und Kolonien treten heute im Rahmen des Klangwelten-Festivals in der Dreikönigskirche auf, lautet das diesjährige Thema doch "Musik der Exkolonien".

Dresden. Musiker aus vier ehemaligen Protektoraten und Kolonien treten heute im Rahmen des Klangwelten-Festivals in der Dreikönigskirche auf, lautet das diesjährige Thema doch "Musik der Exkolonien". Dieses seit 29 Jahren alljährlich von Rüdiger Oppermann organisierte und von der Fangemeinde mit Spannung erwartetete Weltmusik-Tourneefestival, bei dem die Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen eine zentrale Rolle spielt, will einmal mehr seiner Devise "Der Utopie auf die Beine helfen!" treu bleiben. Es wird wohl so sein wie immer: Zunächst werden die Stile in "Reinkultur" vorstellt - dann erfolgt im zweiten Teil des Abends "ein Dialog der Kulturen". Oppermann reist viel und gerne, um Musiker, die in sein Konzept passen, nach Europa zu holen.

So lotste er u.a. die Zawose Family aus Tansania nach Deutschland. Diese Musiker vom Stamm der Wagogo kommen aus Bagamoyo, einst in wichtiger Umschlagplatz für Elfenbein und Sklaven. Bagamoyo ("Bwaga-Moyo") bedeutet auf Swahili "Leg dein Herz nieder", weil die Sklaven, die auf Dhaus nach Sansibar verschleppt wurden, ihre Heimat niemals wiedersahen. Die Akteure der Zawose Family spielen Likembe (Fingerpiano), Harfe, Stabgeige und singen in der unnachahmlichen Art der Obertonharmonien, wie dies eigentlich von den Wagogo-Frauen praktiziert wird.

Aus Kamerun kommt der Jazztrompeter Terrence Ngassa, der neben den bekannten Qualitäten als Jazzer (Klangwelten 2009) auch eine faszinierende traditionelle Stimme einsetzt und zudem die Bambusharfe spielt. In diesem Fall setzt Oppermann, dem hin und wieder nachgesagt wird, nur traditionelle Folklore nach Europa zu bringen, die bei der Jugend in den Städten Asiens und Europas alles andere als angesagt ist, also auch mal auf moderne Klänge.

Ein Trio aus Papua-Neuguinea wird auf selbstgeschnitzter Ukulele, Gitarre und Bass und mittels dreistimmigem Gesang einen Hauch von Südsee-Feeling ins Kirchenschiff bringen. Es kommen aber auch archaische Trommeln und kriegerische Muschelhörner zum Einsatz.

Klangwelten 2015; Dienstag , 20 Uhr, Dreikönigskirche

Christian Ruf

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