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27 Dresdner Künstlerinnen begegnen sich in einem ungewöhnlichen Projekt im Schloss Übigau

Verwandelte Gießformen 27 Dresdner Künstlerinnen begegnen sich in einem ungewöhnlichen Projekt im Schloss Übigau

2009 erhielt der Kreative Werkstatt Dresden e.V. von der Künstlerin Victoria Hauffe eine große Anzahl Gießformen für keramische Figuren. Jetzt wurden diese zum Ausgangspunkt für ein neues Projekt, für das sich 27 Künstlerinnen aller Generationen anmeldeten. Die Ergebnisse sind im Schloss Übigau zu sehen.

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Kornelia Thümmel. „Flucht“, Keramik.

Dresden. „Transformation des Gewöhnlichen“ ist ein ungewöhnliches Projekt, das 27 Dresdner Künstlerinnen zur Auseinandersetzung mit vorhandenen Formstücken anregte und dessen Ergebnisse jetzt für kurze Zeit in einer Ausstellung im Schloss Übigau präsentiert werden.

Es war im Jahr 2009, als die Künstlerin Victoria Hauffe der Kreativen Werkstatt eine große Anzahl Gießformen für keramische Figuren anbot, für die als Zugabe beim Erwerb eines Brennofens sie keine Verwendung fand. Und so erhielten die Gipsformen von Clown, Schwan und anderem ein neues Zuhause. Im vergangenen Jahr, als dem Verein das Lager gekündigt wurde, brachten sich die Formen in Erinnerung und wurden zum Ausgangspunkt für ein neues Projekt. Über Ausschreibungen und Flüsterpropaganda meldeten sich schließlich 27 Künstlerinnen aller Generationen dafür an, die Werkstatt wurde zur Ideeenschmiede.

Die Bildhauerin Christa Donner stellte diverse Figuren mit Hilfe von Gipsformen mit Gießton her. Im noch feuchten Zustand konnten diese von den Künstlerinnen zerteilt, kombiniert, neu zusammengesetzt, verformt werden und durch Farbe (Glasur) Gestaltung erfahren. Es wurden Bestellungen aufgegeben für zehn Pferde, mehrere Pinienzapfen, Clowns, Pelikane, Dackel, Teller, Kannen, Hasen, ein sitzendes Mädchen, fünfzehn Schnecken und zehn Teufel, acht Waschbecken, vier Miniaturtoilettenbecken... Die alten figürlichen Gießformen, wie sie in der Keramikindustrie Verwendung fanden, bildeten die Basis für die künstlerische Arbeit, für das Fabulieren mit Formen und Farben in der Umwandlung zu neuen Inhalten.

Geschmacklich Abgegriffenes wurde einer Qualitätsprüfung unterzogen und erfuhr durch Neuzusammenstellung und Bearbeitung eine Aufwertung zu ungewöhnlichen Objekten. Die gestalterischen Ansätze sind unterschiedlichster Art, mal stehen das Plastische oder Organische im Vordergrund, mal Struktur und Farbe, oder es sind kleine Geschichten, abstrakte Kompositionen, mal Spielereien oder aber eine Reflexion von Ängsten und Sehnsüchten unserer Zivilisation. Alle entstandenen Objekte treffen im Raum des Übigauer Schlosses aufeinander.

Ausstellung im Schloss Übigau, Rethelstr. 47, geöffnet an den Wochenenden 30.4./1.5. und 7./8.5. von 11 bis 18 Uhr

Von Karin Heyne

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