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20.000 Menschen sahen schon Asisis Panorama „Dresden 1945“

20.000 Menschen sahen schon Asisis Panorama „Dresden 1945“

Schon 9.45 Uhr – eine Viertelstunde vor der regulären Öffnung des Panometers in Reick – hat sich davor eine Besucherschlange gebildet, die auch drei Stunden später nicht abreißt.

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Blick ins neue asisi Panorama Dresden 1945.

Quelle: Tom Schulzeasisi

Der Andrang der Menschen ist beeindruckend. Das Publikum bunt gemischt. Auffallend viele Kinder und Jugendliche sind dabei – begleitet von Eltern bzw. Großeltern. Hin und wieder trifft man Großfamilien, die sich auf den Weg nach Dresden-Reick gemacht haben. „Etwa 20 000 Menschen haben nach zwei Wochen Ausstellungsdauer das Panorama ‚Dresden 1945 – Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt‘ gesehen“, heißt es auf Anfrage von der Asisi GmbH aus Berlin. Es reihe sich damit ein in die Panoramen, die sich bereits kurz nach Eröffnung als Besuchermagnet zeigen, wie z.B. Leipzig 1813 oder Amazonien.

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Das neue 360°-Panorama im Dresdner Panometer.

Zur Bildergalerie

Um im Panometer das eigentliche Rundbild zu erreichen, gehen die Besucher durch eine kleine Ausstellung. Diese erhellt schlaglichtartig anhand von einigen Ereignissen und menschlichen Schicksalen, was es bedeutete, als die Nazis an die Macht kamen und schließlich der Krieg begann. Erst dann steht man plötzlich mitten drin in der zerstörten Stadt. Vielen verschlägt es erst einmal die Sprache. Eine Großmutter nimmt ihren Enkel an die Hand.

Oben auf dem Aussichtsturm, von dem aus man das Rundbild aus verschiedenen Höhen betrachten kann, entspinnen sich Gespräche. Manche suchen in der dargestellten Trümmerwüste nach bestimmten Orten in der Stadt, andere erzählen den Jüngeren, die sie begleiten, von eigenen Erlebnissen aus dieser Zeit oder denen ihrer Eltern. Manche stehen einfach aber auch nur stumm – der eine oder andere mit Tränen in den Augen.

Doch feiern sich hier die Dresdner als Opfer, wie in diesen Tagen immer wieder kritisiert wird? Ich hatte diesen Eindruck nicht. „Wir müssen alles dafür tun, dass so etwas nie wieder passiert.“ „Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.“ „Man gedenkt heute dem, was damals geschehen ist, und hat viel mehr Waffen als früher. Die Menschen sind sich ihrer Taten nicht bewusst. Dresden zeigt, wie es auch in Zukunft wieder aussehen kann.“ „Erinnern ist wichtig, um die Gegenwart zu begreifen und nicht die gleichen Fehler wieder zu machen.“ „Krieg ist etwas so Schreckliches. Hier bekommt man eine Ahnung davon.“ Das war der Tenor der vielen Gespräche, die wir mit Besuchern am Ausgang der Ausstellung führten.

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