Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
13 Uraufführungen zu Fragen der Zeit 2016/2017 am Schauspiel Dresden

„Team für ein Jahr“ 13 Uraufführungen zu Fragen der Zeit 2016/2017 am Schauspiel Dresden

Von Europas Zukunft bis zu einer Utopie für Dresden reicht das thematische Spektrum der nächsten Saison 2016/2017 im Dresdner Staatsschauspiel. Die für diese Spielzeit Verantwortlichen, Jürgen Reitzler als Intendant und Beate Heine als Chefdramaturgin, kündigten am Mittwoch 34 Premieren an

Quelle: jv (Archiv)

Dresden. Von Europas Zukunft bis zu einer Utopie für Dresden reicht das thematische Spektrum der nächsten Saison 2016/2017 im Dresdner Staatsschauspiel. Die für diese Spielzeit Verantwortlichen, Jürgen Reitzler als Intendant und Beate Heine als Chefdramaturgin, kündigten am Mittwoch 34 Premieren an, darunter 13 Ur- und zwei Deutsche Erstaufführungen. Sie bringen Peter Richters Roman „89/90“ - die Punkband „Düse“ spielt dabei die Playlist aus dem Buch - ebenso auf die Bühne wie mit „RALF - Die Abenteuer von 60 Minuten“ die Geschichte eines Flüchtlings, der bei einer deutschen Familie landet wie einst der Außerirdische Alf in der amerikanischen Serie. „Wegen der Rechte mussten wir aus ihm Ralf machen.“

Das „Team für ein Jahr“ will zwischen dem Weggang von Intendant Wilfried Schulz nach Düsseldorf und dem Amtsantritt des neuen Chefs Joachim Klement das Schauspiel „rocken“. Thematisch steht die Frage „Wie wird die Zukunft Europas aussehen?“ im Fokus - mit Stücken von Autoren von William Shakespeare bis Ilija Trojanow. Es geht um Terror, Gewalt und Krieg, persönliche Katastrophen, „das ende der menschheit“ oder mit „Homohalal“ von Ibrahim Amir um die Zukunft. Der in Wien lebende Syrer hat eine Komödie, in der sich ein Asylbewerber und seine Gegner von heute 2032 wiedertreffen.

Die Sanierung des Schauspielhauses von Mitte Juni bis Ende Oktober erlaubt laut Reitzler weitere spannende Projekte. Im Palais im Großen Garten etwa kommt Horváths für Dresden geschriebenes Stück „Zur schönen Aussicht“ endlich hier zur Aufführung. Für „Europa“ nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier wird der barocke Palast zum Zug. Die Bürgerbühne bespielt den Platz vor der Semperoper mit Peter Handtkes „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“ ein, erarbeiten „Romeo und Julia“ mit arabischen und deutschen Jugendlichen und planen unter dem Titel „Zuerst die gute Nachricht“ einen Realitycheck mit Journalisten.

Wolfgang Engel wird Heinrich von Kleists für Dresden geschriebenes Stück „Amphitryon“ inszenieren. Mit „Medea“ von Euripides, „Othello“ von Shakespeare und „Ein Volksfeind“ von Ibsen kommen weitere klassische Texte auf die Bühne, die an der Gegenwart gemessen werden. Auch Regisseur Armin Petras kommt für die internationale Koproduktion „Der Scheiterhaufen“ als Gast. Ein Experiment ist Elfriede Jelinek in der Frauenkirche. Dort wird ihr Stück „Wut“ zu den Terroranschlägen auf die Redaktion der Pariser Zeitschrift „Charlie Hebdo“ als Konzert-Performance aufgeführt. Und auch die berühmte Sempergalerie macht das Theater zur Bühne auf Zeit: für Thomas Bernards letzten großen Prosatext „Alte Meister“ über Kunst und Kunstkritiker, sagte Reitzler. „Die Galerie ist das Bühnenbild.“

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr