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1,4 Millionen Euro und im Herbst bezugsfertig: Der Neubau für den riesa efau Dresden

1,4 Millionen Euro und im Herbst bezugsfertig: Der Neubau für den riesa efau Dresden

Gute Nachrichten hatte Frank Eckhardt, Geschäftsführer des riesa efau Kultur Forum Dresden, unlängst bei einer Baustellenbegehung im Stadtteil Friedrichstadt zu verkünden.

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Riesa efau-Geschäftsführer Frank Eckhardt vor den Vereinsräumen an der Adlergasse 14. In grün leuchtet rechts die Fassade des Neubaus.

Quelle: Patrick Johannsen

Der Neubau an der Wachsbleichstraße 4a - die von Claudia Freudenberg im efau-grün mit tanzenden Fenstern gestaltete Fassade ist bereits fertig - wird im Herbst diesen Jahres bezogen werden können. Das Haus wird den Namen "Kulturforum" tragen. Im Moment steht nur "turforum" an der Fassade, weil es beim Anbringen des Schriftzugs anfing zu regnen. Erstmalig erhält das riesa efau nach dem Einzug einen Eingangs- und Servicebereich, "der diese Bezeichnung auch verdient hat", erklärt der Vereinschef in einem großen, hellen Raum im Erdgeschoss. Noch sind die Wände nackt, doch bald werden hier Do-it-yourself-Regale stehen, die 2013 bei Workshops "erfunden" worden sind und nur noch auf ihren Zusammenbau warten. Im angrenzenden Raum wird die derzeit geschlossene Galerie Adlergasse mit einer Ausstellung von Torsten Fleischer wiedereröffnen.

Im neuen Gebäude finden auch die drei Druckwerkstätten Platz sowie je ein Raum für Analog- und Digitalmedien. Im vierten Stock liegt der neue Dachsaal mit Abluftanlage, damit auch bei (lauten) Veranstaltungen die Fenster nicht geöffnet werden müssen. Ein Fahrstuhl sorgt dafür, dass gehandicapte Besucher jede der vier Etagen inklusive Terrasse (auf der es wiederum Möglichkeiten zur Videoprojektion gibt) erreichen können. "Die Architektin und unsere Werkstattleiter haben wirklich super zusammengearbeitet", lobt Eckhardt. Und so entstand zum Beispiel für die Keramiker ein Extra-Raum für den Brennofen, die Dunkelkammer der Fotowerkstatt ist ein exaktes Duplikat der Kammer in der Adlergasse 14. "Das Equipment muss schließlich wieder reinpassen", erklärt der Geschäftsführer, Neukauf wäre viel zu teuer. Dem Brandschutz - dem Hauptproblem im Domizil an der Adlergasse 14 - wird mit einer rückseitig am Haus entlangführenden Treppe Genüge getan. Direkte Durchgänge vom Kulturforum zu den angrenzenden Ausstellungsräumen in der Runden Ecke und der Motorenhalle sind bereits geschaffen.

1,4 Millionen Euro hat das Projekt schlussendlich gekostet, finanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Stadt Dresden. Um knapp 18 Prozent sind die Kosten während des Baus noch gestiegen. Zum einen kam der von der Drewag nachträglich verlangte Abriss eines Bürotrakts neben der Runden Ecke dazu, die Feuerschutztreppe hat sich plötzlich verteuert, und der Winter 2012 war ein dermaßen langer und kalter, dass sich sämtliche Arbeiten verschoben. "Aber wir haben keine Eile, in der Adlergasse 14 waren wir bisher ja gut aufgehoben", sagt Eckhardt gutgelaunt.

Und auch in der Adlergasse 14 soll bis zum Herbst noch etwas passieren. Weitere Fördermittel für das Erfüllen der Brandschutzauflagen wurden bewilligt. Etwa die Hälfte der Kosten von 70 000 Euro sind damit gedeckt. Um für den Rest aufzukommen, wird der Verein einen Kredit von 35 000 Euro aufnehmen. Damit können die nötigen Arbeiten noch im Sommer starten. Klappt alles, wird im Herbst neben der Galerie Adlergasse und dem Haus Kulturforum auch der einstmals sehr beliebte Musikkeller in der Adlergasse 16 wieder die Türen öffnen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.06.2014

Franziska Schmieder

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