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Züblin soll Kulturkraftwerk in Dresden bauen

Züblin soll Kulturkraftwerk in Dresden bauen

Das Vergabeverfahren für das Kulturkraftwerk Mitte steht kurz vor dem Abschluss. Die vom Stadtrat berufene Jury hat den Entwurf des einzigen noch verbliebenen Bieters Ed.

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Schöne Vision: So soll das Kulturkraftwerk nach den Plänen des Baukonzerns Ed. Züblin AG im Herbst 2016 aussehen. Wenn der Stadtrat zustimmt, wird die Vision Realität und der Bau beginnt im nächsten Jahr.Visualisierung: Landeshauptstadt Dresden

Quelle: moka

Züblin AG für gut befunden. Das Gremium empfiehlt der Landeshauptstadt Dresden, den vorgelegten Plan zu realisieren. Der Stadtrat soll auf seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause Mitte Juli den Auftrag an Züblin vergeben.

Die Stadttochter Stesad GmbH war für das Vergabeverfahren verantwortlich. Mit der Erteilung des Zuschlags geht aber für Stesad-Geschäftsführer Axel Walther die Arbeit am Kulturkraftwerk weiter. In der vergangenen Woche wurde Walther vom Stadtrat zum Geschäftsführer der Kommunalen Immobilien Dresden GmbH & Co. KG (KID) ernannt. Das Unternehmen soll mit dem Umbau des Kulturpalastes und der Sanierung des Kraftwerkes Mitte beide kulturellen Großprojekte der Stadt stemmen.

"Beim Kulturkraftwerk war ich von Anfang an dabei", erklärt Walther, "der Kulturpalast dagegen wurde vom städtischen Hochbauamt vorbereitet." Die Stesad habe zwar bereits vor Jahren eine Studie zu einer möglichen Sanierung des Kulturpalastes erarbeitet. "Das Gebäude ist mir nicht völlig neu. Aber in das neue Projekt Umbau mit neuem Konzertsaal und Räumen für Bibliothek und Herkuleskeule muss ich mich einarbeiten." Deshalb habe er gefordert, dass die bisher mit dem Kulturpalast betrauten Mitarbeiter des Hochbauamtes der KID zur Verfügung stehen. Walther ist zuversichtlich, dass der Eröffnungstermin März 2017 für den Kulturpalast eingehalten werden kann. "Was ich bisher zur Kenntnis genommen habe, gibt nicht zu Bedenken Anlass", formuliert er.

Auf das Vergabeverfahren zum Kulturkraftwerk ist der Stesad-Geschäftsführer stolz. Den wettbewerblichen Dialog gebe es in Deutschland noch nicht besonders lange. "Für uns war dieses Verfahren ideal. Wir wussten zwar, was wir möchten, aber noch nicht genau, wie wir das erreichen." Im Dialog mit möglichen Auftragnehmern sei das Projekt weiterentwickelt worden. "An vielen Stellen gab es Unsicherheiten, was das rechtlich bedeutet. Deshalb haben wir viel Wert auf eine juristische Begleitung gelegt, um Sicherheit zu haben."

Der Entwurf von Züblin beinhalte alles, was die Stadt haben wolle: Einen Saal mit 700 Plätzen für die Operette, 350 Plätze für das Theater Junge Generation, eine Puppenbühne mit 125 Plätzen und eine Studiobühne mit gleicher Platzzahl. Alle notwendigen Lagerflächen, Büros für die Verwaltung und die Präsenzwerkstatt würden in das Kulturkraftwerk einziehen. Lediglich die Werkstätten für die Neuproduktionen würden am alten TJG-Standort in Cotta errichtet. "Die neuen Kulissen müssen einmal ins Kraftwerk transportiert werden, wo sie dann gelagert werden." Alternative sei ein mehrstöckiger Werkstattbau gewesen, der zahlreiche Probleme mit sich gebracht hätte.

Das Auslagern der Werkstätten sei allen Bietern als Möglichkeit eingeräumt worden. Der Bau von Parkplätzen sei dagegen nie Gegenstand des Wettbewerbs gewesen. Hätte ein Anbieter mit einer Tiefgarage geplant, wäre ihm ein Bonus beim Budget eingeräumt worden. Züblin will ein Parkhaus mit 200 Stellplätzen auf einer Freifläche an der Schweriner Straße errichten, auf der früher Mehrfamilienhäuser standen.

Die KID errichte die beiden Spielstätten im ehemaligen Kraftwerk Mitte. Was darüber hinaus geschieht, sei Aufgabe der Dresdner Stadtwerke (Drewag), der das Kraftwerkgelände gehört. "Wir kaufen nur die Flächen, die wir für die Theater benötigen", so Walther.

Noch in diesem Jahr werde die Baustelle eingerichtet, Baubeginn solle der Frühjahr 2014 sein. "Vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt den Planungen zu." Im Herbst 2016 könne das Kulturkraftwerk eröffnet werden.

Finanzielle Risiken gebe es bei dem rund 90 Millionen Euro teuren Vorhaben nur, wenn der Auftraggeber zusätzliche Wünsche äußere. "Wir müssen uns also disziplinieren und die Änderungen so gering wie möglich hälten." Die Gefahr von Nachträgen bestünde ansonsten nur, wenn es zu unvorhergesehenen Dingen komme. "Da bin ich optimistisch, dass das nicht passiert", so der Geschäftsführer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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