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Zeit, dass sich was dreht: Der Semperopernball feiert 10. Auflage und wird politisch

Zeit, dass sich was dreht: Der Semperopernball feiert 10. Auflage und wird politisch

Die Geschichte des Dresdner Semperopernballs reicht weit zurück, bereits 1925 feierte die Veranstaltung im Walzerschritt Premiere und brachte Prestige und Prominenz an die Elbe.

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Den Semperopernball gab es bereits in den Jahren zwischen 1925 und 1939. Es folgte eine mehr als sechs Jahrzehnte lange Durststrecke, bis die Veranstaltung 2006 seine Neuauflage feierte.

Quelle: Archiv

1939 allerdings war - den Kriegswirren geschuldet - der schöne Schein schon wieder vorbei. Es sollte mehr als sechs Jahrzehnte dauern, bis der Ball 2006 sein Revival feiern konnte.

Am Freitag steht das zehnte Fest an, in einer aufgeregten Zeit, wie es Ballchef Hans-Joachim Frey nennt. "Die Welt diskutiert über Dresden, und sie soll noch mehr über Dresden diskutieren, nämlich über den größten Ball aller Zeiten", kündigte Frey gestern vollmundig an. Und der soll vielfältig und bunt daherkommen, was das ob der allmontäglichen Pegida-Demonstrationen eigens geänderte Motto "Dresden heißt: die Welt willkommen" symbolisiert.

Erstmals können die Organisatoren Gäste vom afrikanischen Kontinent begrüßen. Macky Sall, der Präsident des Senegal und diesjähriger Preisträger des St. Georg-Ordens (siehe Kasten), wird mit einer 30-köpfigen Delegation an die Elbe reisen. Er bringt zudem die Sänger Youssou N'Dour - bekannt geworden durch das Duett "Seven Seconds" mit Neneh Cherry - und Baaba Mal mit. "Dieser Besuch ist eine Ehre für den Senegal und ganz Afrika und wir sind sehr stolz, nach Dresden kommen zu können", sagte der senegalesische Botschafter El Hadji Abdoul Aziz Ndiaye.

Auch Prominenz aus Funk und Fernsehen hat sich zur Jubiläumsausgabe angekündigt. Auf der Gästeliste stehen unter anderem Moderator Oliver Pocher, Fußballer Kevin Prince Boateng und Baulöwe Richard Lugner. Tagesschau-Sprecher Jan Hofer und Schauspieler Walter Sittler halten Laudationen.

Und wie ist es um die Sicherheit der Veranstaltung in Zeiten von Terrordrohungen gegen Dresden bestellt? "Während der neun Bälle in den Vorjahren hat mir niemand diese Frage gestellt. Wir haben seit dem ersten Ball ein entsprechendes Konzept", versichert Bernd Aust, 2. Vorsitzender des Semperopernballvereins. Sowohl die prominenten und weniger bekannten Gäste in der Oper als auch die Besucher des Openair-Balls auf dem Theaterplatz könnten sich absolut sicher fühlen. Dafür sorgen 50 Wachleute vor und rund 80 Personen in der Oper.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.01.2015

Christin Grödel

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