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Wo Gegensätze verschmelzen: Der Wahlkreis Dresden 1

Wo Gegensätze verschmelzen: Der Wahlkreis Dresden 1

Keiner der Dresdner Wahlkreise steckt so voller Gegensätze wie die Nr. 1. Denn dieser umfasst nicht nur das klassische Zentrum, sozusagen das Herz der Stadt, sondern auch die teilweise als sozialer Brennpunkt stigmatisierte Johannstadt und die dank immer mehr junger Leute aufstrebende Friedrichstadt.

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Blick von der Johannstadt in Richtung Zentrum.

Quelle: Jürgen M. Schulter

Betrachtet man den Wahlkreis durch die stadtentwicklungspolitische Brille, stechen diverse Sorgenkinder ins Auge, über die sich der nächste Stadtrat mit Sicherheit Gedanken machen muss: Wann wird die „Steinwüste“ am Postplatz endlich attraktiv umgestaltet? Welche Visionen gibt es für den Ferdinandplatz? Was passiert mit den hässlichen Telekom-Gebäuden? Und kommt der versprochene Grünzug zwischen der Lingnerstadt und dem Großen Garten? Nur ein kleiner Auszug aus dem dicken Fragekatalog, der die Menschen im Wahlkreis 1 beschäftigt.

Nach wie vor ungeklärt ist beispielsweise auch, ob die Dresdner Innenstadt einen Zentralen Omnibusbahnhof bekommt. Über das momentane Chaos an der Bayrischen Straße, wo die Fernbusse immer öfter in zweiter Reihe halten, ärgern sich nicht nur die Anwohner. Einen ganz großen Satz nach vorn hat die Friedrichstadt in den vergangenen Jahren gemacht. Der von der Kuppel der Yenidze dominierte Stadtteil war einst verrufen und gilt mittlerweile als lebendiges junges Viertel. Denn immer mehr Familien erfüllen die Friedrichstadt mit Leben und private Bauherrengemeinschaften ermöglichen auf einstigen Brachen moderne, oft auch ökologische Wohnformen. Der Kindersegen in dem Stadtteil bedingt natürlich auch eine steigende Nachfrage nach Spielplätzen und Kindertagesstätten – ein Thema, das auf der Agenda der neu gewählten Stadträte ziemlich weit oben stehen dürfte.

Handfestere Probleme birgt die Johannstadt. Sie zieht laut Lebenslagenbericht wie ein Magnet verstärkt einkommensschwache Dresdner an. Durch Auseinandersetzungen im Asylbewerberheim an der Florian-Geyer-Straße wird der Ruf des Stadtteils auch nicht wirklich gefördert. Umso wichtiger ist da die Arbeit von Vereinen wie der „Johannstadthalle“, die mit ihren soziokulturellen Einrichtungen viele Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen auf die Beine stellen. Ein ganz anderes Gesicht zeigt die Johannstadt weiter elbaufwärts. Dort nämlich arbeiten Spitzenforscher aus aller Welt eng zusammen. Dieser Wissenschafts-Campus umfasst nicht nur das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, das sogar vergrößert werden soll, sondern auch das Zentrum für Regenerative Therapien und das Biotechnologische Zentrum der TU Dresden.

Christoph Stephan

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