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Wo Dresdens Schulen in den Ferien Baustellen sind

Wo Dresdens Schulen in den Ferien Baustellen sind

"Wir wünschen uns genau wie die Schüler, dass die Ferien ewig andauern", sagt Falk Schmidtgen. Allerdings geht es dem Leiter des Schulverwaltungsamts dabei anders als den ABC-Schützen weniger um nicht enden wollende Freizeit.

Von Uwe Hofmann

"Sechs Wochen sind einfach sehr knapp für Bauvorhaben", sagt er. In 21 Schulgebäuden hat die Stadt kleinere Sanierungsarbeiten in den Sommerferien in Auftrag gegeben. Insgesamt 3,4 Millionen Euro gibt sie für neue Fachkabinette, Fußbodenbeläge oder aufgehübschte Schulhöfe aus. Beispiel dafür ist die 103. Grundschule an der Hohnsteiner Straße. Im 1975 errichteten Gebäude werden die aus der Bauzeit stammenden Sanitäranlagen für 340 000 Euro erneuert.

Allerdings versucht sich die Stadt in der knappen Zeit bis zum 3. September auch an ein paar größeren Vorhaben, wie etwa am Schulgebäude am Unteren Kreuzweg deutlich wird. Das sanierungsbedürftige Gebäude, das eigentlich seit den 90er Jahren keine Schulstandort mehr ist, musste in den vergangenen Jahren immer wieder als Ausweichschule herhalten. Zuletzt waren es die Mittelschüler aus Weixdorf, die für die Dauer der Komplettsanierung ihrer Schule dort unterkamen. Im neuen Schuljahr werden sie wieder in ihrem neuen alten Domizil unterrichtet. Das Schulhaus am Unteren Kreuzweg wird dann dauerhaft von der 30. Mittelschule genutzt. Die ist derzeit an zwei Standorten in der Äußeren Neustadt verteilt: an der Hechtstraße und an der Görlitzer Straße. "Mit den entsprechenden Nachteilen für den Schulalltag", wie Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) sagt.

Bevor die Schüler einziehen können, muss das Gebäude auf Vordermann gebracht werden. Derzeit werden die 300 Fenster ausgetauscht, die Toiletten erneuert, Brandschutztüren eingebaut und neue Elektroleitungen verlegt. Im nächsten Jahr sollen dann noch Außenwände und Dach gedämmt, Böden und Heizung erneuert und die Wände gemalert werden. Insgesamt gibt die Stadt für die Teilsanierung 4,2 Millionen Euro aus. "Wir machen hier deutlich mehr als üblich", sagt Schmidtgen.

Der Aufwand soll an anderer Stelle Entlastung bringen. So profitieren die 30. Grundschule und die 15. Grundschule an der Görlitzer Straße vom Auszug der Mittelschule aus ihren Gebäuden. Beide Schulen haben Jahre erlebt, in denen nur zwei oder drei erste Klassen eingeschult wurden. In den letzten Jahren hat sich das Blatt gewendet. Perspektivisch sollen es stets vier erste Klassen sein, an der 30. Grundschule ist es zum kommenden Schuljahr so weit. "Der Platz war zuletzt doch sehr knapp", so Bürgermeister Lehmann. Deshalb habe man die Entflechtung der Schulen beschlossen.

Die durch den Auszug der Mittelschüler gewonnenen Räume werden sofort an die Bedürfnisse der Grundschüler angepasst. Die Fachkabinette für Physik und Chemie werden in normale Klassenzimmer umgebaut, die Urinale auf den Jungs-Toiletten ein paar Zentimeter tiefer gehängt. An der Görlitzer Straße werden die zwei bisher getrennten Gebäudeflügel durch einen neuen Durchgang im zweiten Obergeschoss miteinander verbunden. 70 000 Euro kostet das Gesamtpaket der Sanierungen dort.

Mit 1,8 Millionen Euro deutlich teurer wird es in der 30. Grundschule. Dort müssen neben den Anpassungsarbeiten neue Brandschutztreppen angebracht werden. Außerdem wird das Fundament trockengelegt, nachdem im Vorjahr Schimmel in den Kellerräumen gefunden worden war, und der Schuleingang barrierefrei gestaltet. Die Arbeiten werden sich noch bis in den Herbst ziehen, so viel wie möglich will man aber bis zum Unterrichtsbeginn schaffen. "Komplett fertig können wir nicht werden, dafür ist die Zeit einfach zu knapp", sagt Schmidtgen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.08.2012

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