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Widerstand gegen den Wegfall der Einkaufssonntage in Dresden wächst

Widerstand gegen den Wegfall der Einkaufssonntage in Dresden wächst

Die Dresden Marketing GmbH (DMG) schaut mit Besorgnis auf die zum 1. Juli vom Stadtrat beschlossene Beherbergungssteuer. Zwar würden noch keine Zahlen vorliegen, erklärte DMG-Geschäftsführerin Bettina Bunge gegenüber DNN.

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Quelle: dpa

Doch „durch die Staffelung der Beiträge können verhältnismäßig hohe Zusatzkosten für die Gäste zustande kommen, die möglicherweise Reiseveranstalter und Besucher abschrecken.“ Hoteliers, Reiseveranstalter und Gäste würden das Verfahren als kompliziert ansehen, die Hotellerie und die Kongressbranche hätten einen hohen Verwaltungsaufwand mit der Beherbergungssteuer. „Wir sind aber optimistisch, dass unsere Gäste weiter zahlreich nach Dresden kommen werden.“

Bunge äußerte auch vorsichtige Kritik an dem von der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit beschlossenen Wegfall der stadtweiten Einkaufssonntage. „Wir hoffen, dass sich die fehlenden Sonntage nicht auf das touristische Geschäft auswirken“, erklärte die DMG-Geschäftsführerin. Verkaufsoffene Sonntage würden generell den Tourismus befördern und seien auch weltweit üblich. „Sie werden von internationalen Gästen erwartet und stärken den Wirtschaftsstandort über die zusätzlich getätigten Umsätze.“

Vor allem Tagesgäste aus der Region und Touristen aus aller Welt würden gerne die Möglichkeit nutzen, den hochwertigen umfangreichen Shoppingmix in Dresden wahrzunehmen. Besonders Besucher aus Tschechien und Polen würden ihren Dresden-Besuch häufig mit intensivem Einkaufen verbinden. Aus touristischer Sicht begrüße die DMG deshalb das Streben des Dresdner Einzelhandels nach drei stadtweiten Einkaufssonntagen im kommenden Jahr.

Nach dem Willen der Stadtratsfraktionen von CDU und FDP soll es bereits in diesem Jahr in der Weihnachtszeit wieder zwei Einkaufssonntage geben. Ein halbes Jahr nach der Streichung durch die Stadtratsmehrheit reichten die bürgerlichen Fraktionen einen neuen Antrag ein, der am Montag zunächst im Verwaltungsausschuss besprochen werden soll.

Inhaltlich begründeten die Christdemokraten und die Liberalen ihren Antrag mit dem Rückgang der Touristenzahlen in diesem Jahr. Von Januar bis Mai ist die Zahl der Übernachtungen um 3,4 Prozent gesunken. Deshalb sollte der Stadtrat gegensteuern und das touristische Geschäft sowie den Einzelhandel unterstützen, heißt es in dem interfraktionellen Antrag, der allerdings wenig Aussichten auf Erfolg hat. SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Lames fragte bereits, ob das Wohl und Wehe der Stadt tatsächlich von zwölf Stunden zusätzlichem Einkaufen abhänge.

Thomas Baumann-Hartwig

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