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Wer wird Dresdens nächster Oberbürgermeister: Dreikampf um Dresdens Chefposten

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Dresden. „Geschichte wiederholt sich“, erklärte Helma Orosz. Vor fast sieben Jahren war sie aus dem Amt der Sozialministerin heraus zur Oberbürgermeisterin gewählt worden.

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Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Quelle: André Kempner

Jetzt soll Markus Ulbig den Wechsel vom Ministerposten auf den obersten Rathaussessel schaffen. Die Bereitschaft des Innenministers zu kandidieren, habe ihr die Entscheidung erleichtert, sagte Orosz. „Wir sind seit Jahren Freunde.“

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Helma Orosz hat ihren Rücktritt vom Amt der Oberbürgermeisterin angekündigt. Die CDU schickt nun stattdessen Markus Ulbig ins Rennen.

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Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Quelle: André Kempner

Ulbig soll nun in die „großen Fußstapfen“ seiner Vorgängerin treten, wie es der Chef der Stadt-CDU, Christian Hartmann, sagte. Dazu kennt sich der Minister in der Kommunalpolitik bestens aus. Der 1964 in Zinnwald geborene CDU-Politiker war von 2001 bis 2009 Oberbürgermeister in Pirna. Als Ressortchef hatte er seither die Aufsicht über alle sächsischen Kommunen. Nun soll er wieder die Seite wechseln und betrachtet dies als „eine Ehre“. Es sei eine ganz tolle Herausforderung, einer solchen Stadt vorzustehen.

Für Holger Zastrow von der FDP genügt das nicht. Die Liberalen wollen Dresdens ersten Bürgermeister Dirk Hilbert unterstützen. Dieser hatte im DNN-Interview noch vor Orosz’ offizieller Erklärung seine Bewerbung als unabhängiger Kandidat in Aussicht gestellt, falls die Oberbürgermeisterin nicht erneut antritt. Wie Hilbert gestern den DNN sagte, habe er seine Ämter in der Partei, beispielsweise im Landesvorstand, nun niedergelegt, FDP-Mitglied will er aber bleiben. Er werde in den nächsten Wochen in der Dresdner Bürgerschaft um Unterstützung werben. Zastrow hält ihn mit seiner Erfahrung in der Dresdner Stadtpolitik für besser geeignet als andere und zielt dabei nicht nur auf Ulbig, sondern auch auf das zweite geschichts-trächtige Regierungsmitglied, das derzeit für eine Kandidatur gehandelt wird – Eva-Maria Stange.

Die 57-Jährige, die es in der Lehrergewerkschaft GEW bis zur Bundeschefin gebracht hatte, ist jetzt erneut Ministerin für Wissenschaft und Kunst in Sachsen. Sie war von 1981 bis 1988 SED-Mitglied, seit 1998 ist sie in der SPD. Bei ihrer Minister-Berufung vor einer Woche ließ sie offen, ob eine Kandidatur für sie in Frage kommt. Als bisherige schul- und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion sind ihr lokalpolitische Probleme nicht fremd. Ihr werden gute Chancen eingeräumt, für Linkspartei, Grüne und SPD zu kandidieren, die im Rat eine linke Mehrheit inne haben.

Doch auch ihre möglichen Unterstützer zieren sich noch. „Es geht nicht nur um eine Personensuche, sondern auch um politische Inhalte“, erklärte die grüne Stadtchefin Eva Jähnigen. Derzeit würden viele Gespräche zur Kandidatenfrage geführt. Ob mit und über eine Person oder mehrere ließ sie offen. Annekatrin Klepsch, Stadtchefin der Linken, sagte gestern, es sei noch zu früh, um Namen zu nennen. Anfang 2015 werde Klarheit bestehen.

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Eva-Maria Stange gilt als mögliche Kandidatin für Rot-Rot-Grün

Quelle: Volkmar Heinz

Im Januar will die CDU Ulbig auf einem Parteitag zum Kandidaten nominieren. Der Minister widersprach gestern der Auffassung, er hätte durch den sächsischen Ministerpräsidenten und CDU-Landeschef Stanislaw Tillich zur Kandidatur gedrängt werden müssen.

Hinter den Kulissen wird aber eher der Eindruck vermittelt, auch in diesem Punkt wiederhole sich jetzt Geschichte. Als Helma Orosz vor sieben Jahren von der CDU-Landesspitze um Georg Milbradt als erste Wahl für die OB-Kandidatur betrachtet wurde, hieß es: „Sie wird wohl wollen müssen.“

Ingolf Pleil

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