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Weiße Rosen und eine Menschenkette erinnern am 13. Februar an den Bombenangriff

Weiße Rosen und eine Menschenkette erinnern am 13. Februar an den Bombenangriff

Dresden. Mit einer großen Menschenkette will die Stadt Dresden am 13. Februar der Zerstörung der Stadt und der Opfer des Bombenangriffs vor 66 Jahren gedenken sowie rechtsradikalen Kräften symbolisch den Zugang zur Stadt verwehren.

Angemeldet wurde die Menschenkette von TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen, teilten Universität und Stadt am Mittwoch mit.

Zum Auftakt wird Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) an der Goldenen Pforte des Dresdner Rathauses eine Rede halten. Im Anschluss spricht Uni-Rektor Müller-Steinhagen, der sich nach eigener Aussage auch als Vertreter der rund 3.600 ausländischen Studenten in Dresden versteht. „Ich habe selbst 17 Jahre lang in verschiedenen Ländern als Ausländer gelebt und bin überall mit Toleranz und Freundschaft aufgenommen worden." Dieses Recht stehe auch den ausländischen Mitbürgern und Gästen der Stadt Dresden zu.

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Mit Blockaden rund um den Bahnhof Neustadt haben rund 2.000 Gegendemonstranten den geplanten Marsch von Neonazis durch die Elbestadt verhindert.

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Um 13.15 Uhr wird der Aufbau der Menschenkette beginnen. „Wir wollen in diesem Jahr die Neustädter Seite einbeziehen und den Brückenschluss nicht nur symbolisch vollziehen", erklärte Orosz. Die Strecke verläuft ausgehend vom Rathaus über die Ringstraße und die Schießgasse zur Synagoge und über die Carolabrücke. Entlang des Königsufers führt die Menschenkette dann zur Augustusbrücke, über die Schloßstraße und den Altmarkt zurück zum Rathaus.

Wie die Stadt mitteilte, werden wie im vergangenen Jahr rund 10.000 Teilnehmer erwartet. Wenn um 14 Uhr die Glocken aller Kirchen der Stadt für fünf Minuten läuten, wird sich die Kette wie ein symbolischer Schutzwall um die Innenstadt schließen. „Die Menschenkette am 13. Februar bietet jedem Einzelnen die Möglichkeit, wiederum ein Zeichen des gemeinsamen Gedenkens, der Toleranz und des friedliebenden Dresdens zu setzen", so Müller-Steinhagen.

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Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU): "Wir überlassen den 13. Februar nicht Extremisten von links und rechts. Dafür lohnt die Teilnehme an allen friedlichen Veranstaltungen."

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Vom Rathaus aus geht es nach rechts, die Ringstraße entlang.

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Als Symbol der Erinnerung und Mahnung hat sich seit 2005 in Dresden die Weiße Rose etabliert. Ab Montag kann die Weiße Rose für zwei Euro unter anderem im Besucherzentrum der Frauenkirche und an den Informationen des Elbeparks und der Centrumgalerie erworben werden. Jeder Kauf unterstützt nach Angaben der Stadt die Stiftung Aktion Toleranz mit 75 Cent.

Bereits im Vorjahr hatten in der Altstadt Tausende mit einer Menschenkette gegen die Demonstration von Rechtsextremen in Dresden protestiert. Auch in diesem Jahr sind verschiedene Aktionen der Rechten geplant. So soll am 13. Februar ein Fackelmarsch stattfinden, für den 19. Februar ist eine große Nazi-Demo geplant. Neben der Menschenkette in der Innenstadt wollen andere Gruppen auch in diesem Jahr versuchen, den Nazi-Aufmarsch durch Blockaden zu verhindern. Wie schon im Vorjahr soll erreicht werden, dass die Rechten nicht durch Dresden marschieren können.

Orosz rief dazu auf, sich auch am 19. Februar an Mahnwachen vor Dresdner Kirchen zu beteiligen. „Ich hoffe auf klare Aktionen der Bürgerschaft auch am 19. Februar", sagte Orosz. „Die Neonazis haben erkannt, dass sie am 13. Februar keinen Fuß mehr in die Tür kriegen." Auch deshalb soll an diesem Tag ebenfalls Geschlossenheit demonstriert werden. Abgeordnete der SPD und der Grünen haben ihre Teilnahme angekündigt.

fs / sl

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