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Wandel im Elbhang: Mehr Exklusivität fürs Schloss Albrechtsberg

Wandel im Elbhang: Mehr Exklusivität fürs Schloss Albrechtsberg

Das klassizistische Schloss Albrechtsberg bleibt der Stadt Dresden erhalten und öffentlich zugänglich, aber Belegung und Nutzung ändern sich.

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Die HOGA zieht komplett ins "Prinzenkeller"-Torhaus, die Jugendkunstschule in das andere Torhaus (rechts). Der Schloss-Betrieb soll hochkarätiger und rentabler werden, aber öffentlich bleiben.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Ralf Redemund

Die HOGA-Schulen des Hotel- und Gastgewerbes und die Jugendkunstschule ziehen raus aus den bislang genutzten Räumen im Schloss, teilen sich die beiden Torhäuser. Den fünf Mitarbeitern des Schlosses ist gekündigt worden. Das bestätigte Ulrich Finger, Geschäftsführer der Messe Dresden.

Im Zuge der Auflösung der städtischen Konzert- und Kongressgesellschaft (KKG) mbH Dresden, die den Kulturpalast betrieben hat, geriet das Schloss Albrechtsberg aus dem öffentlichen Visier. Die KKG war auch für den Betrieb des städtischen Schlosses zuständig. Den rund 50 Mitarbeitern der KKG ist im Frühjahr gekündigt worden, die Stadttochter wird Ende September endgültig aufgelöst, die Funktionen für den Kulturpalast soll künftig die Messe übernehmen.

Was aus den fünf Mitarbeitern des Schlosses Albrechtsberg wird, entscheide sich in den nächsten Wochen, so Finger. Folgerichtig wäre, wenn die Messe das Schloss übernehmen würde. Doch noch ziert sich Finger - aus gutem Grund. Die noble Immobilie ist nicht kostendeckend zu betreiben, verursacht jährlich "mehrere hundertausend Euro Defizit" (Finger). Finger möchte nicht das Betriebsergebnis der Messe, die laut Finger auf einem guten Weg ist, schmälern.

Der Park selbst ist seit 1930 öffentlich zugänglich. Zu DDR-Zeiten diente das Schloss seit 1951 als Pionierpalast "Walter Ulbricht" den Dresdner Kindern als Freizeitzentrum. Dahin will Finger nicht zurück, wie er schmunzelt. Heute finden regelmäßig Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen statt. Das Standesamt führt dort auch Trauungen durch. Finger will das Schloss grundsätzlich offen lassen, aber mehr exklusive, hochkarätige Veranstaltungen holen, damit die Kosten besser gedeckt werden können.

"Das Schloss bleibt Eigentum der Stadt", wehrt Finger anderslautende Spekulationen ab. Es sei das repräsentativste Gebäude, das die Stadt besitze. Die Nutzungen sollen klarer getrennt werden. Deshalb müssten die HOGA, wo die Nachfrage nach Ausbildung auch zurückgegangen sei, sich komplett ebenso ins Torhaus zurückziehen wie die Jugendkunstschule, die auch den Club Passage in Gorbitz und das sommerliche Gitarrenfestival ("Gitarren-Sommer-Camp") auf dem Schloss betreibt, in das andere Torhaus.

Die HOGA selbst hat den Wechsel aus dem Schloss ins Torhaus jetzt auch im Logo vollzogen. Sechs geschwungene Schleifen, die die verschiedenen Ausbildungsbereiche symbolisieren, lösen das Schloss im HOGA-Logo ab. "Der neue Internetauftritt www.hoga-schulen.de macht das neue moderne Erscheinungsbild komplett", teilte Jacqueline Masopust von der Agentur Zastrow + Zastrow im Auftrag der HOGA Schloss Albrechtsberg mit.

Mit dem geplanten Umbau des Kulturpalastes muss sich die KKG auflösen. Während der zweieinhalbjährigen Bauphase ist die KKG aus Sicht der Stadt unnötig, würde laut OB-Sprecherin Heike Großmann fünf Millionen Euro Kosten verursachen, wenn man die Mitarbeiter behalten würde.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.07.2012

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