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Wahlprüfstein 6: Wie stehen Sie zu den umstrittenen Projekten Hafencity und Globus?

Wahlprüfstein 6: Wie stehen Sie zu den umstrittenen Projekten Hafencity und Globus?

Man darf gespannt sein, ob die Hafencity auch nach der Stadtrats- und Landtagswahl noch ein umstrittenes Projekt ist, oder ob sich hinter den Gegnern nicht doch nur linker Wahlkampf versteckt.

CDU:

Wir stehen fest zur Idee des Projekts Hafencity, doch Stadtverwaltung und Investor müssen jetzt eine gute Lösung finden, mit den ausgewerteten Daten des Junihochwassers 2013 umzugehen und die Fragen des Hochwasserschutzes sinnvoll zu beantworten. Bei Globus ist im Stadtrat eine Vorentscheidung gefallen, die wir respektieren. Auf dieser Grundlage sollten die weiteren Planungen voranschreiten.

SPD:

Das GLOBUS-Projekt – so groß wie 10 Supermärkte und mit rund 1000 Parkplätzen – schädigt den umliegenden Einzelhandel und macht die Leipziger Straße zur Staufalle. Wir lehnen es darum ab und halten am Ziel fest, hier schrittweise ein neues Stadtquartier zu entwickeln. Die wachsende Stadt Dresden hat die Kraft dazu. Das Projekt Hafencity beurteilt die SPD differenziert. Wir sehen das Potenzial für ein attraktives Wohnquartier, zunächst ist aber der Hochwasserschutz zu klären. Zudem wollen wir keine Zehngeschosser am Elbufer, sondern eine weniger dichte Bebauung mit mehr Freiraum und auch einem Anteil an preisgünstigeren Wohnungen.

Linke:

Das Luxuswohnprojekt „Hafencity“ lehnen wir ab, da es sich im Überschwemmungsgebiet der Elbe befindet. Bei einem erneuten Hochwasser wären die Bauten komplett von Wasser umgeben. Die jüngeren Hochwasserereignisse haben wieder eindrucksvoll gezeigt, dass mit den elbnahen Flächen sensibel umgegangen werden muss. Wir wollen den vorhandenen Freiraum an der Elbe erhalten und nicht den Immobilienhaien überlassen. Dem Vorhaben des Unternehmens Globus, einen großflächigen Supermarkt am „Alten Leipziger Bahnhof“ zu errichten, werden wir nicht zustimmen.

Grüne:

Das Hochwasser 2013 hat uns final belehrt, dass Bauprojekte in Flussnähe, die auch immer mit einer weiteren Versiegelung von Flächen verbunden sind, gestoppt werden müssen. Deshalb muss der Masterplan Hafencity neu überdacht werden. Die Globus-Ansiedlung wird von uns strikt abgelehnt, weil sie zusätzlichen Verkehr und damit weitere Luftverschmutzungen mit sich bringt, den kleinteiligen Einzelhandel in der Neustadt und in Pieschen bedroht und eine attraktive Fläche, die für Wohnungsbau nutzbar wäre, in eine Gewerbefläche wandelt, von denen wir in Dresden ohnehin schon genug haben.

FDP:

Wir befürworten als Dresdner FDP sowohl die Ansiedlung von Globus als auch den Bau der Hafencity. Beide Projekte sollten schnellstmöglich umgesetzt werden. Mit der Hafencity entsteht weiterer Wohnraum, der in Dresden dringend benötigt wird. Globus ist ein neuer Anbieter in Dresden, der das Einzelhandelsangebot für alle Dresdner noch einmal verbessert. Darüber hinaus hat Globus für das gesamte Areal am Alten Leipziger Bahnhof ein überzeugendes Konzept vorgelegt, welches die Sanierung der historischen Gebäude beinhaltet und die bisherige Brache revitalisiert.

Bündnis Freie Bürger:

Globus hat keine Bedeutung für die gesamte Stadt, sondern eher lokale für Pieschen und Umgebung. Deshalb wäre es wohl vernünftig gewesen, dem Votum der unmittelbar Betroffenen (Ortsbeirat) bei der Abstimmung im Stadtrat zu folgen. Das wäre gelebte Basisdemokratie. Ein Ja zur Hafencity dann, wenn alle städtebaulichen Probleme unter Einbeziehung aller Beteiligten gelöst werden und der Nachweis erbracht wird, dass bezüglich Hochwasser keine Nachteile für andere Stadtteile zu erwarten sind.

AfD:

Zu beiden Projekten gibt es innerhalb der AfD Dresden verschiedene Meinungen. Einig ist man sich darüber, dass das Gesamtgebiet dringend einer städtebaulichen Aufwertung bedarf. Das Schlimmste wäre, wenn über die Gestaltung des Gebietes 20 Jahre lang diskutiert wird, ohne dass sich etwas ändert. Die Königsbrücker Straße sollte ein warnendes Beispiel sein, wie sich politische Ideologen zum Schaden der Stadt gegenseitig blockieren.

Piraten:

In der derzeitigen Planung lehnen wir beide Projekte ab. Die Flächen auf und um den Alten Leipziger Bahnhof sollen einer Nutzung wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Schule, Kita zugeführt werden. Neben dem Ziel, das gesamte Areal nördlich der Leipziger Straße zügig in diesem Sinne zu entwickeln, wollen wir das Areal südlich der Leipziger Straße zu einem Natur- und Freizeitpark umnutzen. Hier soll der neue Pieschenpark entstehen. Der Freiraum Elbtal ist als wichtiges Kultur- und Freizeitgelände Teil des Pieschenparks und unbedingt in seiner jetzigen Form zu erhalten.

DNN

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