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Wahlkreis 8: Die idyllische Wohnlage an der Elbe ist bei vielen Dresdnern beliebt, aber sie hat ihre Tücken

Wahlkreis 8: Die idyllische Wohnlage an der Elbe ist bei vielen Dresdnern beliebt, aber sie hat ihre Tücken

Weitläufige Elbwiesen, großzügige Kiesseen und der dörfliche Charakter – im Wahlkreis 8 lebt es sich besonders idyllisch.

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„Ich weiß ein Dörfchen klein und fein, gleich an der Elbe Strand, voll Vogelsang und Sonnenschein, ein wahres Blumenland...“, dichtete einst Max Bewer über die Idylle Laubegasts. Auch heute gehört der Stadttejl zu den begehrtesten Wohnlagen Dresdens.

Quelle: Jürgen M. Schulter

Klein- und Großzschachwitz gehören mit lockerer Bebauung sowie durch viele Eigenheime zu den besten Wohngegenden der Stadt. Aber auch das Elbpanorama in Laubegast hat es vielen Dresdnern angetan. Schon um 1900 huldigte der Dichter Max Bewer Laubegast mit den Zeilen: „Ich weiß ein Dörfchen klein und fein, gleich an der Elbe Strand, voll Vogelsang und Sonnenschein, ein wahres Blumenland...“. Einzig und allein Leuben bricht mit DDR-Architektur im Plattenbaustil mit der dörflichen Beschaulichkeit.

Die Elbe ist zugleich Freund und Feind der Bürger im Wahlkreis 8. Regelmäßig kämpfen vor allem Laubegaster und Kleinzschachwitzer gegen Überschwemmungen durch den Fluss. Die Jahrhundertflut 2002 und das Junihochwasser im vergangenen Jahr trieben viele Bewohner an ihre körperlichen und finanziellen Grenzen. Ganze Ortsteile waren vom Rest der Stadt tagelang getrennt. Noch immer ist im Wahlkreis 8 in Sachen Hochwasser nicht viel passiert. Die Suche nach einer Flutschutzvariante am Laubegaster Ufer, die möglichst viele Beteiligte zufrieden stellt, hat bisher keine Ergebnisse gebracht. Der neue Stadtrat wird sich dieser Aufgabe mit viel Ausdauer stellen müssen.

Auch der Umzug der Staatsoperette von der Pirnaer Landstraße in Leuben ins Kraftwerk Mitte sorgt für Diskussionsstoff unter den Wählern. Denn was des einen Freud, ist bekanntlich des anderen Leid. Der Wegzug der Staatsoperette hinterlässt im Stadtteil eine kulturelle Lücke. Was danach mit dem Gebäude an der Pirnaer Landstraße geschehen wird, ist noch unklar. Fest steht, dass die Stadt den Bau an einen privaten Investor verkaufen will. Dort soll zwar wieder eine kulturelle Einrichtung untergebracht werden. Am Ende hat jedoch der Investor das Sagen. Die Gefahr, dass das Gebäude zu einer Brache verfällt, ist also da. Denn der marode Zustand der Spielstätte macht den Umzug ins Kraftwerk Mitte erst nötig. Einen Käufer dafür zu finden, wird den neuen Stadtrat mehr als fordern. Falls die Politik hier versagt, könnte sich das Schicksal des einst glanzvollen Kaufhauses Günther in Großzschachwitz wiederholen. Das Haus an der Pirnaer Landstraße aus dem Jahr 1902 verfällt seit der Schließung 2007 immer mehr. Auch wenn es sich dabei um ein Privatgrundstück handelt, sehen viele Bürger die Politik in der Verantwortung, etwas gegen den „Schandfleck“ zu tun.

Bei den letzten beiden Kommunalwahlen 2009 und 2004 ist die CDU im Wahlkreis 8 beide Male stärkste Kraft geworden. Zweitstärkste Partei waren 2004 und 2009 die Linken.

Susann Schädlich

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