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Voraussichtlich kein Hochwasserschutz für Dresdner Stadtteile Kleinzschachwitz und Meußlitz

Voraussichtlich kein Hochwasserschutz für Dresdner Stadtteile Kleinzschachwitz und Meußlitz

Die Chancen für einen Hochwasserschutz entlang der Elbaltarme in Dresden-Kleinzschachwitz und -Meußlitz stehen schlecht. Planungen verschiedener Varianten, die das Umweltamt für eine solche Anlage aufgestellt hatte, bestehen allesamt die Wirtschaftlichkeitskriterien nicht.

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Elbehochwasser richten in den elbnahen Stadtteilen im Südosten Dresdens wie hier im Januar in Laubgast oft große Schäden an.

Quelle: Franziska Schmieder

Bereits im Jahr 2008 hatte der Dresdner Stadtrat auf Basis der Erfahrungen mit der Jahrhundertflut im Jahr 2002 die Stadtverwaltung mit der Prüfung eines adäquaten Schutzes der elbnah gelegenen Stadtteile vor einer neuerlichen Flutkatastrophe beauftragt. Damals hatten die Wassermassen verheerende Schäden angerichtet.

Das Umweltamt hatte daraufhin einen Gebietsschutz für die Siedlungsbereiche zwischen Grüner Steig und Zschierbachweg geprüft. Untersucht wurden etwaige Verläufe, notwendige Höhen und verschiedene Bauformen möglicher Schutzanlagen. Anschließend erfolgte eine Bewertung der unterschiedlichen Lösungsvorschläge hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, der Verträglichkeit mit dem Stadt- und Landschaftsbild, den Auswirkungen auf Schutzgüter sowie den Eingriffen in privates Eigentum.

Nach der abschließenden Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen fiel das Urteil der Experten allerdings vernichtend aus. Für keine der verschiedenen erstellten Varianten sei das Prinzip der Wirtschaftlichkeit erfüllt, hieß es am Dienstag aus dem Umweltamt. Damit wären kaum Fördermittel seitens des Freistaates zu erwarten, und die Finanzierung der Kosten in Höhe von geschätzt 6,5 Millionen Euro lastete allein auf den Schultern der Stadt. Für die Hoffnungen der Bürger auf einen baldigen Schutz vor neuerlichen Fluten könnte dies unter Umständen bereits das Aus bedeuten.

Bereits das Finden einer tatsächlich realisierbaren Linienführung für erforderliche Hochwasserschutzanlagen habe sich aufgrund der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten außerordentlich schwierig gestaltet, so der zuständige Abteilungsleiter im Umweltamt, Jens-Olaf Seifert. "Überdies wären die erforderlichen Anlagenhöhen teilweise erheblich", ergänzt Seifert.

Am Dienstag stellten Vertreter des Umweltamtes Prüfungsergebnisse und Kalkulationen auf einer Bürgerversammlung in der Katholischen Pfarrei Heilige Familie vor. Im dritten Quartal 2012 werden sie im Stadtrat diskutiert.

Jane Jannke

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