Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Regen

Navigation:
Google+
Von Wöller abgesetzt, jetzt aufgestiegen: Brunhild Kurth wird neue Kultusministerin in Sachsen

Von Wöller abgesetzt, jetzt aufgestiegen: Brunhild Kurth wird neue Kultusministerin in Sachsen

Die 57-Jährige Brunhild Kurth wird neue Kultusministerin in Sachsen. Damit gelingt Ministerpräsident Stanislaw Tillich eine kleine Überraschung. Nicht zuletzt dürfte sich Dauerkritiker Thomas Colditz über die Entscheidung freuen.

Voriger Artikel
Erneuter Protestspaziergang gegen Eintrittsgebühren im Dresdner Schlosspark Pillnitz
Nächster Artikel
Streit um die Vergabe eines Weihnachtsmarktes kommt in den Stadtrat

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat schnell und geräuschlos gehandelt. Mit Brunhild Kurth als neuer Kultusministerin bekommt sein Kabinett weiblichen Zuwachs.

Quelle: dpa

Kurth hat langjährige Erfahrung aus der Schulverwaltung und ist selbst Lehrerin für Biologie und Chemie. Sie ist 1954 in Burgstädt geboren, besuchte dort die Schule und legte das Abitur ab. Das Studium an der Martin-Luther-Universität in Halle schloss sie als Diplom-Lehrerin für Biologie und Chemie ab.

Nach 14-jähriger Lehrertätigkeit in Burgstädt wurde sie 1990 Direktorin am dortigen Gymnasium. Von 2001 bis 2004 war sie Referatsleiterin im Kultusministerium, anschließend Direktorin im Regionalschulamt Zwickau. 2007 übernahm sie den Chef-Posten bei der Sächsischen Bildungsagentur, unter deren Dach die Regionalschulämter inzwischen zusammenfasst sind. Besonders pikant an der Personalie: Vor fast einem Jahr gab sie ihr Amt plötzlich auf (DNN berichteten). Sie soll sich dem Vernehmen nach vor Ostern mit dem Minister überworfen haben. Frau Kurth wollte sich damals allerdings nicht äußern. Sie wiederholte auf Anfrage lediglich ihren Satz von der Abberufung „aus persönlichen Gründen", ob diese im Amt oder im Privaten liegen, wollte sie ebenfalls nicht erläutern.

Die Bildungsagentur ist der lange Arm des Ministeriums in die Regionen des Landes. Neben der Zentrale in Chemnitz existieren fünf Regionalstellen, unter anderem in Dresden und Bautzen. „Die haben immer den Schwarzen Peter". Möglicherweise habe Kurth davon „die Nase voll gehabt", hieße s seinerzeit in Lehrerkreisen. Sie führt daraufhin die Regionalstelle in Chemnitz.

Thomas Colditz, Schulexperte der CDU-Landtagsfraktion und Dauerkritiker der sächsischen Bildungspolitik, dürfte sich über die Berufung freuen. Er hatte nach dem Rücktritt von Kultusminister Roland Wöller Anfang der Woche gefordert, das ein Fachmann, möglicherweise aus der Schulverwaltung das Amt übernehmen sollte. Colditz verband dies mit der Erwartung, dass es eine "Korrektur der Grundlinie" geben müsse. Zuletzt hätte nur noch das "Diktat der Finanzen" geherrscht. Eine Sach- und Fachdebatte hätte es nicht mehr gegeben. Jetzt mag wieder mehr Sachlichkeit in die Debatte einziehen, von mehr Geld für den Lehrerbereich darf aber wahrscheinlich nicht ausgegangen werden.

Ingolf Pleil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.