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Von Spanien bis Panama – Welche Aufgaben haben die 20 Konsulate in Dresden?

Von Spanien bis Panama – Welche Aufgaben haben die 20 Konsulate in Dresden?

Spaziert man im Areal um die Königstraße umher, fallen einem jede Menge Konsulate ins Auge. In Dresden sitzen 19 Honorarkonsulate und das Tschechische Generalkonsulat.

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Quelle: dpa

Unter anderem sind Spanien, Thailand, Panama und die Philippinen mit einer ständigen Vertretung in Dresden ansässig. Zum Vergleich: in Leipzig sitzen die Generalkonsulate der USA, Russland und Norwegen sowie 12 Honorarkonsulate. In ganz Deutschland sind 346 Honorarkonsuln und drei Generalhonorarkonsuln vertreten. Doch welche Aufgabe hat eigentlich ein Konsulat und wie unterscheidet sich ein Berufskonsul vom Honorarkonsul?

Ein Berufskonsul ist ein Beamter im regulären auswärtigen Dienst. Berufsvoraussetzung für das Amt ist eine bestandene Laufbahnprüfung für den gehobenen oder höheren Auswärtigen Dienst. Meist sind Berufskonsule Bürger des Empfängerstaats. Das Gastland muss dem Berufskonsul die Erlaubnis erteilen, seinen Dienst anzutreten. Je nach Rang lautet die Amtsbezeichnung General­konsul, Konsul, Vizekonsul oder Konsularagent. Berufskonsuln genießen die sogenannte Amtsimmunität, das heißt, sie unterliegen für ihre Handlungen im Dienst nicht der Gerichtsbarkeit im Gastland. Die Amtsimmunität gilt für Handlungen im Dienst, aber beispielsweise auch für die Autofahrt zu einem dienstlichen Termin. Ein Honorar- oder Wahlkonsul ist ein ehrenamtlicher Konsul. Voraussetzung für eine Ernennung zum Honorarkonsul sind eine überzeugende Persönlichkeit, berufliche Erfahrung und umfangreiche Fremdsprachenkenntnisse.

Zu Honorarkonsuln in Deutschland können sowohl Deutsche als auch Ausländer ernannt werden. Die Arbeit des Honorarkonsuls wird nicht vergütet. Der Honorarkonsul bezieht aber die Gebühren für seine Amtshandlungen. Dies trifft nicht für alle Länder zu. Zum Beispiel müssen österreichische Honorarkonsuln alle Gebühren abführen. In anderen Ländern kann er einen Teil der eingenommenen Gebühren einbehalten. Auf seiner Homepage schreibt etwa das spanische Honorarkonsulat, dass seine vorrangige Aufgabe die Verbesserung der Kontakte und Beziehungen zwischen Spanien und Deutschland sei.

Im Gegensatz zu einer Botschaft kann ein Honorarkonsulat nicht alle amtlichen Leistungen anbieten und umsetzen. So könne das Honorarkonsulat weder Pässe noch Personalausweisen oder ID-Cards ausstellen. Auch für Beurkundungen, Echtheitsbestätigungen oder für die Durchführung von Vernehmungen und Verhören ist das Konsulat nicht zuständig. Das Generalkonsulat dagegen ist für offizielle Anlegendheiten zuständig. So nimmt das Generalkonsulat Namenserklärungen entgegen, gibt Pässe aus oder stellt Hilfeleistungen für eigene Staatsangehörige in Not. Außerdem werden Reise- und Visumsangelegenheiten bearbeitet. Auch das Ecuadorianische Honorarkonsulat in Dresden versteht sich eher als Ort der Kommunikation und des Dialoges zwischen Ecuador und Deutschland denn als offizielle Behörde. Honorarkonsulin von Ecuador ist Gisela Prinzessin von Sachsen.

Julia Vollmer

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