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Verteidigungsministerin in Dresden: Von der Leyen sieht Fachkräfteengpass in der Bundeswehr

Verteidigungsministerin in Dresden: Von der Leyen sieht Fachkräfteengpass in der Bundeswehr

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht in der Bundeswehr einen Fachkräfteengpass und will die Truppe attraktiver für junge Menschen machen.

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Ursula von der Leyen in der Offizierschule des Heeres in Dresden.

Quelle: dpa

Nicht ohne weiteres könne jede Funktion jederzeit besetzt werden, sagte die Ministerin am Dienstag bei einem Besuch der Offizierschule des Heeres in Dresden und verwies auf technisches Personal.

Das sei Ansporn, immer wieder über bessere Rahmenbedingungen nachzudenken. Die vielen Versetzungen seien eine der Grundklagen in der Bundeswehr: „Wir sind eine Pendlerarmee.“ In der Normalbevölkerung seien vier Prozent der Menschen Wochenpendler, in der Bundeswehr 40 Prozent: „Das ist zu viel.“ Von der Leyen sicherte eine regionale Bündelung von Dienstposten zu, damit Betroffene in einer Region bleiben können.

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Ursula von der Leyen wird vom Kommandeur, Brigadegeneral Christian Westphal, begrüßt.

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An Bewerbern mangelt es der Bundeswehr derzeit nicht. „Momentan bewerben sich genügend junge Männer und Frauen“, sagte die Ministerin. Allerdings würden die Geburtsjahrgänge in den kommenden Jahren kleiner. Außerdem verstärke sich der Wettbewerb mit der Wirtschaft um fähige junge Männer und Frauen. Es gehe nicht nur um die Besten eines jeden Jahrganges - Fähigkeiten habe jeder Mensch. „Unsere Aufgabe ist es, ihnen den richtigen Platz zu geben, ihnen die richtige Ausbildung zu geben und dann dafür zu sorgen, dass sie bei uns auch bleiben“, betonte die Ministerin. Eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie steigere die Attraktivität der Bundeswehr. Es gehe um eine Balance zwischen Dienst und Familie.

Zu Beginn ihres Besuchs hospitierte von der Leyen bei einer Lehrstunde, in der es um Anforderungen des Offiziersberufes ging. Dabei nahm der Ausbilder Tugenden der deutschen WM-Helden zum Vorbild und zeigte ein Foto von Mario Götze mit dem Trikot des verletzten Kollegen Marco Reus. Die Frage nach dem Spieler bekam der Dozent umgehend beantwortet: „Kamerad Mario Götze“, rief ein Offiziersanwärter.

In größerer Runde ging von der Leyen später auch auf die kleinen Probleme der Soldaten ein. Bei der Frage, ob die Bundeswehr aus Gründen der Attraktivität nicht besser sichtbare Tattoos erlauben sollte, hielt sie sich aber zurück: „Ich hoffe, dass die Zufriedenheit der Truppe nicht nur am Tattoo hängt.“ Die derzeitige „Erlasslage“ sei richtig. Es gelte aber immer wieder zu überprüfen, ob solche Grenzen antiquiert sind.

Am Nachmittag besuchte von der Leyen in Dresden noch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Es bereitet derzeit eine Sonderausstellung über den Ersten Weltkrieg vor.

dpa/sn

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