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Ursula Gefrerer wird Stadtwerke-Chefin - Finanzbürgermeister Vorjohann geht leer aus

Ursula Gefrerer wird Stadtwerke-Chefin - Finanzbürgermeister Vorjohann geht leer aus

Die mit Spannung erwartete Neubesetzung der Spitzenämter in Dresdens wichtigsten kommunalen Unternehmen steht vor dem Abschluss. Ergebnis: Die 60-jährige Finanzexpertin Ursula Gefrerer soll die neue starke Frau in der Landeshauptstadt werden.

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Ursula Gefrerer

Quelle: Carola Fritzsche

Die Prokuristin und Bereichsleiterin Finanzen bei den Technischen Werken Dresden (TWD) sowie Mit-Geschäftsführerin der Bäder GmbH soll die Nachfolge von TWD-, Stadtwerke- und Verkehrsbetriebe-Geschäftsführer Reiner Zieschank antreten, der zum Jahresende in den Ruhestand tritt. Allerdings soll Gefrerer nur die Spitzenämter bei TWD und Dresdner Stadtwerken (Drewag) übernehmen. So hat es der Personalausschuss für die Unternehmen einstimmig entschieden. Gefrerer soll dem Gremium zugesichert haben, erst mit 67 Jahren in den Ruhestand zu gehen.

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU), der sich auch für die Stelle beworben hatte, geht leer aus. Er wurde in einem Ranking noch hinter einen anderen Bewerber auf Platz 3 gesetzt und hat so keine Chance auf den Posten. Beobachter vermuten dahinter politische Motive. Pikant: Die damalige Vorsitzende des Personalausschusses, Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), war zum Zeitpunkt der Personalentscheidung im Februar nach DNN-Informationen wegen eines anderen Termins nicht anwesend und konnte so kein gutes Wort für ihren Finanzbürgermeister einlegen.

Zieschanks Posten als Vorstandsmitglied der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) soll nach dem Willen des Personalausschusses der 47-jährige Andreas Hemmersbach übernehmen. Er ist gegenwärtig Prokurist und Abteilungsleiter Finanzen bei den DVB sowie Geschäftsführer des Tochterunternehmens Verkehrsgesellschaft Meißen. Hemmersbach soll gleichzeitig als TWD-Geschäftsführer tätig werden. Für ihn soll der Personalausschuss ebenfalls einstimmig votiert haben.

Umstritten ist die Besetzung des Postens von DVB-Vorstand und TWD-Arbeitsdirektor Hans-Jürgen Credé, der bereits im September in Rente geht. Für diese Spitzenjobs soll die Arbeitnehmerseite im Personalausschuss einen Berliner Gewerkschaftsfunktionär vorgeschlagen haben, der jedoch bei zwei persönlichen Vorstellungsrunden offenbar nicht punkten konnte. Obwohl es andere geeignete Anwärter gibt, drängen Teile der Arbeitnehmer auf eine Neuausschreibung. Es gibt aber auch Bestrebungen, wieder drei DVB-Vorstände zu installieren. Am 16. März sollen die Personalien den Aufsichtsräten von TWD und DVB vorgestellt werden.

Bereits am 12. März ist dem Vernehmen nach eine Sondersitzung des Enso-Aufsichtsrates geplant. Gefrerer wird laut Ausschreibung auch Enso-Vorstand. Enso-Aufsichtsratsvorsitzender ist Hartmut Vorjohann.

Thomas Baumann-Hartwig

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