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Ulbig verteidigt Dresdner Demonstrationsverbot: Es gab eine Bedrohungslage

Ulbig verteidigt Dresdner Demonstrationsverbot: Es gab eine Bedrohungslage

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) verteidigt im Interview das Dresdner Demonstrationsverbot.Die Entscheidung war eine sehr schwerwiegende. Das war ein tiefgreifender Eingriff in die Versammlungsfreiheit.

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Markus Ulbig

Quelle: Andre Kempner

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) verteidigt im Interview das Dresdner Demonstrationsverbot.

Was für ein Zeichen hat der Staat mit dem Demonstrationsverbot gesetzt - dass er nicht mehr Herr im eigenen Land ist?

Die Entscheidung war eine sehr schwerwiegende. Das war ein tiefgreifender Eingriff in die Versammlungsfreiheit. Es gab eine konkretisierte Hinweislage, dass für die Montags-Demonstration eine schwerwiegende Bedrohungslage bestand. Aus der Versammlung heraus sollte auf ein Mitglied des Pegida-Organisationsteams ein Anschlag verübt werden. Ich stehe zu der Entscheidung der Dresdner Polizeidirektion.

Wieso ist die Leipziger Demonstration eine ungefährliche Veranstaltung?

Für Leipzig gibt es bis jetzt keinen derartig konkreten Bedrohungshinweis. Es ging um Pegida Dresden.

Wir reden über einen Bedrohungshinweis auf Basis eines arabischen Twitter-Eintrags von "princezahab 1", der "an den Hund Lutz Bachmann" gerichtet war? Das führte zum Demonstrationsverbot.

Es gibt eingestufte Warnhinweise. Ich vertraue den Sicherheitsbehörden mit ihren Hinweisen. Die Informationslage rechtfertigte das Verbot. Es soll mehr als diesen Tweet geben.

Werden Sie zumindest im Nachhinein vollkommene Transparenz schaffen über die Gründe, die zum Verbot führten?

Das ist mit Sicherheit notwendig. Ein solcher Eingriff verlangt, dass er erklärt wird.

Die Bundeskanzlerin hat im Nachhinein dem Land die Bundeshilfe zugesagt, um ein solches Verbot einmalig bleiben zu lassen. Hilft Ihnen dieses Angebot?

Wir haben die Informationen über die bedrohte Sicherheit vom Bund bekommen. Der Bundesinnenminister nennt die Dresdner Entscheidung "verantwortlich".

Es gab eine Telefonkonferenz der Innenminister. Wer außer Ihnen hat Verständnis über das Verbot geäußert?

Die Telefonkonferenz ist vertraulich. Ich habe über die Grundlagen unserer Entscheidung informiert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.01.2015

Dieter Wonka

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