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Tausende protestieren gegen Nazi-Aufmarsch - chaotische Zustände in der Südvorstadt

Tausende protestieren gegen Nazi-Aufmarsch - chaotische Zustände in der Südvorstadt

Weit mehr als 10.000 Personen protestieren in Dresden gegen den Aufmarsch der Neonazis am Hauptbahnhof und in der Südvorstadt. Seit dem frühen Morgen sind Gegendemonstranten unterwegs und versuchen, sich den Nazis in den Weg zu stellen.

Laut Polizei bleibt es dabei nicht überall friedlich, mehrfach setzten die Einsatzkräfte Wasserwerfer und Reizgas ein - die Gegner antworten mit brennenden Barrikaden.

Augenzeugen sprechen von chaotischen Zuständen in der Südvorstadt. Am Morgen war es etwa 500 Linken gelungen, bis zum Max-Planck-Institut vorzudringen, die Polizei kesseste 300 Personen ein, die daraufhin flohen. Anschließend lieferten sich mehrere Tausend Gegendemonstranten ein Katz-und-Maus-Spielchen mit der Polizei, die letztlich den Gegendemonstranten den Münchner Platz überlassen musste. Diese stehen damit nur wenige hundert Meter entfernt von einer Nazi-Kundgebung am Nürnberger Platz.

Am Mittag verlagerte sich das Geschehen weiter in Richtung Zellescher Weg. Dort brannten vor allem rund um den Beutlerpark zahlreiche Barrikaden, schwarzer Rauch bedeckte den Himmel. An der Kreuzung Strehlener Straße / Franklinstraße haben derweil mehrere hundert Gegendemonstranten die Straße besetzt, auch auf der Reichenbachstraße versuchen Gegendemonstranten die Straße zu besetzen. Ab 13 Uhr will die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland mit mehreren Tausend Rechtsextremen dort entlang marschieren.

Nazi-Gegner hatten am Morgen die Marienbrücke besetzt, um einen Durchgang von der Neustadt auf die Altstädter Seite freizuhalten. Seit dem Vormittag kontrolliert die Polizei allerdings alle Elbbrücken und Fähren. Zahlreiche Personen wurden nicht über den Fluss gelassen, den die Polizei als Trennungslinie zwischen Rechts und Links hallten wollte.

Von der Marienbrücke über den Bahnhof Mitte bis zum Wiener Platz zogen bis zum Mittag friedlich über 1000 Personen, die gegen Nazis demonstrierten. Zu ihnen gehörte unter anderem Grünen-Politikerin Claudia Roth. 13 Uhr will Konstantin Wecker vor dem Bahnhof ein Konzert geben. Ebenso starteten am Vormittag die zahlreichen Mahnwachen in der Stadt, an denen sich unter anderem die Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse (SPD), Petra Pau (Linke) und Katrin-Göring Eckardt (Grüne) sowie der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) beteiligen.

sl

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