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Tarifeinigung für Stadtbedienstete preiswerter als gedacht

Aufatmen in Dresden: Tarifeinigung für Stadtbedienstete preiswerter als gedacht

Das Aufatmen vor allem bei Eltern und Reisenden war spürbar, als die Tarifpartien im öffentlichen Dienst ihre Einigung publik machten: Endlich kein Streik mehr, der das öffentliche Leben lahmlegt. Und auch Dresdens Haushälter können zufrieden sein.

Tarifeinigung im öffentlchen Dienst - auch Kita-Erzieher bekommen mehr Lohn.

Quelle: dpa

DResden/Potsdam.  Das Aufatmen vor allem bei Eltern und Reisenden war spürbar, als die Tarifpartien im öffentlichen Dienst ihre Einigung publik machten: Endlich kein Streik mehr, der das öffentliche Leben lahmlegt und für enormen Aufwand bei der Kinderbetreuung sorgte.

Nachdem sich Gewerkschaften und Arbeitgeber am späten Freitagabend in Potsdam auf eine Gehaltserhöhung von insgesamt fast fünf Prozent auf zwei Jahre für die Beschäftigten von Bund und Kommunen geeinigt hatten, rechnen nun die Kommunen bundesweit mit Mehrkosten von sechs Milliarden Euro. Auch wenn der Tarif-Kompromiss durchweg begrüßt wurde, müssen die Städte und Gemeinden die enorme Belastung schultern.

„Wir müssen und können mit diesem Ergebnis leben“, erklärte Dresdens Personalbürgermeister Peter Lames (SPD) auf Anfrage der DNN. Bei dem Tarifabschluss handele es sich um ein vernünftiges Regelwerk mit sehr vielen Bausteinen, die sich in einem ausgewogenen Verhältnis befinden würden. Lames begrüßte die Vereinbarung einer Entgeltordnung für alle kommunalen Beschäftigten, die es ermögliche, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung differenziert einzugruppieren. „Das ist ein wichtiger Baustein für eine zeitgemäße Besoldung und funktionierende Bezahlung der Beschäftigten“, so der Personalbürgermeister. Auch der vereinbarte Kompromiss bei der Zusatzversorgung fürs Alter sei aus seiner Sicht vernünftig, erklärte Lames.

Die lineare Entgeltanpassung von insgesamt 4,75 Prozent bis 2017 wird den Etat der Landeshauptstadt Dresden nach DNN-Informationen nicht gefährden. Für dieses Jahr war bereits ein Plus von drei Prozent eingeplant worden – tatsächlich steigen die Löhne 2016 aber nur um 2,4 Prozent.

Die Gewerkschaft Verdi in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat Kompromiss als Erfolg gewertet. „Die Arbeitgeberseite hat sich enorm bewegt“, sagte Landesbezirksleiter Oliver Greie. Der Kompromiss sieht unter anderem Lohnerhöhungen für die Angestellten und eine stärkere Beteiligung der Arbeitgeber bei der Altersvorsorge vor.

„Es ist ein Kompromiss, der maßgeblich durch die Arbeitsniederlegungen nach der zweiten Verhandlungsrunde auch in der mitteldeutschen Region erkämpft werden konnte“, so Greies Fazit. In besonderem Maße hätten die Warnstreiks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu der erzielten Einigung beigetragen. Allein seit der zweiten Verhandlungsrunde am 11. April hätten sich 5000 Beschäftigte daran beteiligt. Betroffen von den Warnstreiks waren unter anderem Dienststellen, Landratsämter, Kindertagesstätten, der Personennahverkehr und der Entsorgungsbereich.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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