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Streit um geplante Hochhaus-Hafencity in Dresden: Stadträte plädieren für Denkpause

Streit um geplante Hochhaus-Hafencity in Dresden: Stadträte plädieren für Denkpause

In der Diskussion um die geplante Hafencity an der Leipziger Straße in Dresden haben sich Stadträte von SPD, Grünen, Linken und der Bürgerfraktion für eine "Atempause" bei der Planung des Großprojektes ausgesprochen.

Die Planungen sollen gebremst werden, um in aller Ruhe die Ergebnisse des neuesten Hochwassers auszuwerten und gegebenenfalls die Schutzmaßnahmen anzupassen, so Axel Bergmann (SPD) am Montagabend.

So sieht auch Christoph Hille von der Bürgerfraktion die Pläne von Investor USD kritisch, dem Wasser durch die zu bauende Tiefgarage Raum zu geben. Die Stadt solle daher innehalten und eventuelle neue Erkenntnisse abwarten. "USD baut und ist mit dem Verkauf aus dem Schneider", warnt Hille vor Spätfolgen.

Tilo Wirtz von der Linken machte sich am Montag gar für ein Moratorium stark. Demnach sollten die Planungen vorerst komplett ruhen. Das sei der richtige Weg. Denn, so gibt Wirtz zu bedenken, könnten neue politische Mehrheiten nach der Landtagswahl im Herbst oder der Stadtratswahl im Frühjahr 2014 sowieso alles ändern. Auch neue Landesgesetze zum Thema Bauen in Überflutungsgebieten seien möglich. Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen. Ganz ablehnen will auch den Linken aber im Moment keiner das Projekt. "Bei uns ist da keine Vorentscheidung gefallen", so Thomas Löser von den Grünen.

Die Stadträte betonten am Montag noch einmal, dass die Entwicklung des Areals prinzipiell richtig sei - aber nur unter den richtigen Voraussetzungen. So kündigte Bergmann an, die SPD-Fraktion sei strickt gegen die geplanten Zehngeschosser, zudem betonten alle, dass eine Integration der vorhandenen Anlieger wichtig sei. Die Hafencity dürfte kein Ort werden, an dem abends die Bürgersteine hochgeklappt werden.

Fehler wie bei der "leeren" und "leblosen" Hamburger Hafencity müsste Dresden unbedingt vermeiden, so Christoph Hille. Die richtige soziale Mischung sei nötig. Die Stadt sei hier gefordert, das zu steuern, so Thomas Löser. Die Anlieger wie Freiraum Elbtal sind allerdings akut bedroht. Thilo Wirtz hatte dazu allerdings auch keine guten Nachrichten für das soziale Projekt. Dem Stadtrat seien da die Hände gebunden. Der Grundstücksbesitzer könne selber entscheiden, ob er den Mietvertrag verlängert oder nicht.

Stephan Lohse

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