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Streit um Unions-Vorstoß: Dresdner SPD will Urheberrecht nicht aushebeln

Streit um Unions-Vorstoß: Dresdner SPD will Urheberrecht nicht aushebeln

Aus Sicht der SPD-Fraktion droht das Urheberrecht von Architekten an ihren Gebäuden bei städtischen Bauvorhaben in Dresden ausgehebelt zu werden. Laut Stadtrat Axel Bergmann beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss am kommenden Montag mit einem CDU-Antrag, der Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) ermächtigen soll, "mit Architekten und Planern Klauseln zu vereinbaren, die künftige bauliche Veränderungen ohne Rücksicht auf ein etwa bestehendes Urheberrecht zulassen".

Die Union begründet dieses Ansinnen mit den Streitigkeiten um den Umbau des Kulturpalastes. Zwar hatten sowohl das Landgericht in Leipzig als auch das Oberlandesgericht in Dresden im vergangenen Jahr die Klage von Architekt Wolfgang Hänsch abgewiesen, "doch diese Rechtsstreitigkeiten erstreckten sich über fast zwei Jahre und kosteten alle Beteiligten gleichsam Zeit, Nerven und Geld", wie CDU-Fraktionschef Georg Böhme-Korn feststellt.

Axel Bergmann lässt dieses Argument nicht gelten, er spricht von einem völlig falschen Signal aus der Kunst- und Kulturstadt Dresden. "Wir sollten dieses baukulturelle Erbe annehmen und als Verpflichtung sehen, uns gemeinsam für eine hohe Qualität von Neubauten einzusetzen, statt den Schutz von künftigen Baukunstwerken einschränken zu wollen", meint Bergmann. Er rief gestern auch in Erinnerung, dass Bauwerke von Frauenkirchenbaumeister George Bähr und Stadtbaurat Hans Erlwein zu ihrer Zeit nicht selten umstritten waren. "Gott sei Dank haben nachfolgende Generationen ihre Leistungen respektiert."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2013

Christoph Stephan

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