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Streit um "Dresden Information" im Kulturpalast

Streit um "Dresden Information" im Kulturpalast

Streit in der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit: "Wir werden keinen Vorlagen mehr zustimmen, bei denen die Finanzierung nicht geklärt ist", kündigte Thomas Blümel, Geschäftsführer und Finanzexperte der SPD-Fraktion, jetzt an.

Baustelle Kulturpalast: Nicht nur der Umbau des Gebäudes ist harte Arbeit, sondern auch die Erstellung des Konzepts für die Nutzung einiger Räume.

Quelle: dpa

Dresden. Streit in der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit: "Wir werden keinen Vorlagen mehr zustimmen, bei denen die Finanzierung nicht geklärt ist", kündigte Thomas Blümel, Geschäftsführer und Finanzexperte der SPD-Fraktion, jetzt an. Als Beispiel nannte er den aktuellen Antrag zum Kulturpalast - und der stammt ausgerechnet aus der Feder der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Christiane Filius-Jehne.

Die Kulturpolitikerin schlägt darin vor, dass die touristischen Dienstleistungen Dresdens als offener Ideenwettbewerb ausgeschrieben werden und eine Festlegung auf den Standort Kulturpalast nicht stattfindet. Bis zur Schließung 2012 befand sich die "Dresden Information" im Kulturpalast und sollte eigentlich nach der Sanierung 2017 wieder dort einziehen. Gegenwärtig befindet sich der zentrale Anlaufpunkt für Touristen im Quartier F an der Frauenkirche. Die aktuellen Betreiber der "Dresden Information" wollen keinesfalls in den Kulturpalast zurück.

"Ich kenne auch andere mögliche Bewerber, die den Kulturpalast für ungeeignet halten", sagt Filius-Jehne. Angesichts der sinkenden Touristenzahlen müsse die Stadt alles tun, damit ihre Gäste mit hoher Qualität und hohem Engagement begrüßt werden. "Deshalb sollten wir uns jetzt von der sklavischen Festlegung auf den Kulturpalast verabschieden."

Das sei die Ausgangsbasis für einen zweiten Schritt, so die Grüne: Wenn die "Dresden Information" nicht in den Kulturpalast einziehen sollte, dann müsse ein neues Nutzungskonzept für die dafür vorgesehenen Räume her. Filius-Jehne ist eine Verfechterin einer Gaststätte im Kulturpalast, aber sie sagt auch deutlich: "Ich will Gastronomie nicht um jeden Preis."

Am Dienstagabend im Kulturausschuss wurde denn auch ein Antrag beschlossen, der drei klare Ausschlussregeln definiert: Alternativen für die "Dresden Information" dürfen keine zusätzlichen Kosten verursachen, die Fertigstellung des Gebäudes nicht verzögern und keine Extra-Baugenehmigung erfordern.

Bauherr Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Co. KG (KID) soll nach dem Willen der Grünen-Fraktionsvorsitzenden bis Ende des Jahres alternative Nutzungskonzepte vorschlagen, die diesen drei Kriterien entsprechen. "Ich weiß, dass es bei der KID entsprechende Überlegungen gibt." Im Kulturausschuss stimmten alle Mitglieder für den Grünen-Vorschlag - bis auf die beiden SPD-Stadträte, die sich der Stimme enthielten. "Wer hier nicht zustimmen will, hat den Text entweder nicht bis zum Ende gelesen oder will mich ärgern", findet Filius-Jehne.

Thomas Baumann-Hartwig

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