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Streit über geplantes Stadtteilzentrum in der Dresdner Friedrichstadt

Streit über geplantes Stadtteilzentrum in der Dresdner Friedrichstadt

An der Ecke Weißeritzstraße/ Friedrichstraße soll das neue Stadtteilzentrum Friedrichstadt entstehen. Unter anderem soll ein REWE und die Fleischerei Richter in das Gebäude einziehen.

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So soll das neue Stadtteilzentrum in der Friedrichstadt einmal aussehen.

Quelle: sgp architekten stadtplaner

Am Dienstagabend wurden die finalen Baupläne in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Das Projekt stößt nicht nur auf Gegenliebe. Während der Veranstaltung anlässlich der Offenlegung der Pläne wurde mehr als deutlich, dass die Anwohner geteilter Meinung über den geplanten Bau sind.

Dabei war der Bauherr, die BAUWI Objekt Dresden GmbH, zuletzt auf die Anregungen der Anwohner eingegangen. Die Handelsflächen wurde von 4650 auf 2913 Quadratmeter verkleinert. 41 Einraumwohnungen auf 1524 Quadratmetern und 180 Quadratmeter Büroflächen wurden zusätzlich eingeplant. Die Ecken des Baukörpers wurden an zwei Ecken eingezogen, um jeweils zwei zusätzliche Bäume zu pflanzen. „Wir haben darüber hinaus versucht, das Gebäude kleinteiliger zu planen, um ein heterogenes Erscheinungsbild zu schaffen“, erklärte der Architekt Detlef Naumann aus Bonn seinen Entwurf, der sich in das umliegende Gebäudeensemble einfügen soll.

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Der Stadtrat hat die Änderung des Bebauungsplanes bereits auf den Weg gebracht.

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Doch das war den Gegnern, die sich bereits in einer Bürgerinitiative organisiert haben, nicht genug. Der Hauptkritikpunkt: Das Grundstück, das die Stadt als Brache beziehungsweise Baulücke betrachtet, die es zu schließen gilt, wird bisher von vielen Anwohnern als Ersatz für einen Stadtpark genutzt. „Ich finde es dreist, dass das Gelände hier als Brache bezeichnet und dieser Betonklotz mit einem Gründerzeitbau verglichen wird“, sagte ein Anwohner. „Eigentlich ist doch alles schon entschieden. Das hier ist eine Alibi-Veranstaltung“, erboste sich ein junger Student.

Die meisten Gegenstimmen kamen von Mitgliedern der Bürgerinitiative Friedrichstadt, die bereits 1600 Unterschriften gegen das Stadtteilzentrum im Rahmen einer Petition gesammelt hat. „Die Unterschriften wurden bereits im März eingereicht. Bis heute warten wir auf eine Antwort der Verwaltung“, sagte Stadtrat Torsten Schulze (Grüne) gegenüber der DNN. Die Stadt halte sich nicht an die Beantwortungsfristen, so der Stadtrat. Susanne Krause, Grünen-Ortsbeirätin in der Altstadt, kritisierte, dass es kein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Stadtteils gäbe. Stattdessen entziehe die Stadt durch die Gestaltung von freien Grundstücken diese der Nutzung durch die Anwohner und denke nur an die Interessen der Investoren.

Doch nicht alle Anwohner stellten sich auf der Bürgerversammlung gegen das geplante Stadtteilzentrum. „Es ist gut das jetzt endlich etwas passiert“, sagte ein Bewohner eines benachbarten Altenheimes. Generell schein das Ablehnen oder Befürworten des Projektes in der Friedrichstadt bis auf wenige Ausnahmen vom Alter der Anwohner, die das Wort ergriffen, abhängig zu sein.

Die Baupläne für das Stadtteilzentrum können noch bis zum 18. Juni im Ortsamt Altstadt, Theaterstraße 11 bis 15, oder online unter www.dresden.de eingesehen werden.

Hauke Heuer

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