Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Google+
Streichkonzert bei der Jugendhilfe in Dresden - Vielen Projekten droht das Aus

Streichkonzert bei der Jugendhilfe in Dresden - Vielen Projekten droht das Aus

Bei der Jugendhilfe in Dresden drohen im nächsten Jahr massive Kürzungen. Von den 14,4 Millionen Euro, die die über 100 Vereine zusammen beantragt hatten, werden voraussichtlich nur reichlich zehn Millionen Euro bewilligt.

Von christoph stephan

Das geht aus einer eigentlich noch geheimen Vorlage für den Stadtrat hervor. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hat das Papier am Dienstag auf den Weg gebracht. Auffällig ist, dass die Stadt vor allem bei solchen Projekten den Rotstift ansetzen will, die in problembehafteten Stadtteilen wie Prohlis, Gorbitz und Reick Jugendhilfearbeit leisten. So erhält zum Beispiel die Kontaktstelle "Koitschgraben", deren Mitarbeiter Familien bei Problemen im Alltag unterstützen, im nächsten Jahr gemäß der Vorlage über 46 000 Euro weniger Förderung als 2012. Zusätzlich sollen im Jugendzentrum Trinitatiskirche reichlich 53 000 Euro, im Jugendhaus Prohlis rund 26 000 Euro und beim Jugendtreff in Langebrück etwa 23 000 Euro eingespart werden. Angesichts dieser Summen droht vielen Häusern das Aus. Besonders hart trifft es das Jugendhaus "East End" an der Löwenhainer Straße: Hier wird die Förderung um fast 60 000 Euro gekürzt.

Dagegen erhalten andere Einrichtungen mehr Geld. Zum Beispiel das Kinder- und Jugendhaus "Mareicke" in Altreick (plus 19 000 Euro), das Kinder- und Jugendhaus "PEP" im Schönfelder Hochland (plus 37 000 Euro) sowie das auf den Ortsamtsbereich Blasewitz ausgerichtete Stadtteilprojekt "Sofa 9" (plus 40 000 Euro).

Definitiv dicht gemacht wird wohl der Waldspielplatz Albertpark in der Dresdner Heide. Die Stadt will ihn ab dem zweiten Halbjahr 2013 nicht mehr fördern, weil sich mit dem "Panama" in der Nähe ein zweiter Aktivspielplatz befindet. "Die pädagogischen Angebotsschwerpunkte der beiden Einrichtungen sind jedoch verschieden", schreibt das enttäuschte Waldspielplatz-Team in einem Rundbrief. "Das 'Panama' lebt vor allem von Eltern aus der Neustadt, unser Einzugsgebiet liegt weit darüber hinaus." Beide Spielplätze seien sehr gut ausgelastet.

Für Grünen-Stadtrat Jens Hoffsommer ist die gesamte Vorlage zur Freien Jugendhilfe ein Witz: "Hier geht es nicht mehr nur noch um Umsteuerungen, es werden aus purer Finanznot Angebote gekürzt, ja geschlossen. Der Stadtrat ist in der Pflicht, im Haushalt deutlich nachzubessern, sonst brechen wichtige Angebote einfach weg."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.12.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.