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Stesad-Chef soll Umbau des Dresdner Kulturpalastes in die Hand nehmen

Stesad-Chef soll Umbau des Dresdner Kulturpalastes in die Hand nehmen

Axel Walther soll Geschäftsführer der Kommunale Immobilien Dresden Verwaltungs GmbH (KIDV) werden. Diesen Vorschlag präsentierte gestern Nachmittag Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) den Mitgliedern des Finanzausschusses.

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Erfahrung mit Kulturbauten: Stesad-Chef Axel Walther bei einer Besichtigung der St.-Pauli-Kirche im Hechtviertel.

Quelle: Jane Jannke

Das letzte Wort bei der Bestellung des Geschäftsführers hat der Stadtrat. Wird die Personalie bestätigt, ist Walther Hauptverantwortlicher für Sanierung und Umbau des Kulturpalastes.

Die Stadt hat für das ehrgeizige und kostenintensive Bauvorhaben die rechtlich höchst komplizierte Konstruktion einer GmbH und Co. KG gewählt. Die KIDV ist nur die Komplementärin an der Seite der Stadt, die als Kommanditistin an der Kommunale Immobilien Dresden GmbH und Co. KG (KID) auftritt. Ziel des Gebildes ist es vor allem, trotz knapper Kassen die Aufnahme von Krediten für den Umbau zu vermeiden.

Die KID erhält das Grundstück und die Immobilie des Kulturpalastes überschrieben und wird von der Stadt mit einem Kapital in Höhe von 50 Millionen Euro ausgestattet. Außerdem werden die Stiftungen Kreuzchor und Dresdner Sozialstiftung mit je 13,5 Millionen Euro als stille Teilhaber an der KID beteiligt. So muss die Stadt keine Schulden in Höhe von 27 Millionen Euro aufnehmen, sondern kann das Stiftungskapital als Vermögen in den Kulturpalast-Umbau einbringen. Solange die Stiftungen jedes Jahr den Zinserlös für ihr Kapital erhalten, ist alles in Ordnung, hat die Kommunalaufsicht jüngst entschieden.

Der Geschäftsführer der Komplementärin KIDV soll gleichzeitig auch Geschäftsführer der KID werden. Axel Walther ist seit 2010 als Geschäftsführer der Stadttochter Stesad tätig, sein Vertrag wurde jüngst vom Stadtrat um fünf Jahre bis 2018 verlängert. Die Stesad muss auch den Bau des Kulturkraftwerks stemmen und hat damit beide kulturellen Großprojekte der Stadt federführend zu bewältigen.

Ziel der von der Stadt gewählten Konstruktion ist es auch, die Umsatzsteuer beim Kulturpalast-Umbau zu sparen. Im ersten Anlauf waren jedoch einige Klauseln in der Gründungsurkunde der KID nach Ansicht der Finanzbehörden unscharf formuliert, so dass es mit einer Steuerersparnis vielleicht doch nichts geworden wäre (DNN berichteten). Deshalb legte Vorjohann dem Finanzausschuss gestern präziser formulierte Klauseln vor, die der Stadtrat auf seiner Sitzung am 30. Mai beschließen soll.

Der Umbau des Kulturpalastes soll im August beginnen und bis zum März 2017 dauern. In das Gebäude sollen ein Konzertsaal mit Spitzenakustik für die Dresdner Philharmonie sowie Räume für die Städtischen Bibliotheken und das Kabarett "Herkuleskeule" eingebaut werden. Das Gebäude wurde bereits im Sommer 2012 geschlossen und steht seitdem leer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.05.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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