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Sternlauf von Dresden für alle gegen Pegida und Geert Wilders – Nazifrei kündigt Sitzblockaden an

Sternlauf von Dresden für alle gegen Pegida und Geert Wilders – Nazifrei kündigt Sitzblockaden an

In Dresden formiert sich der Widerstand gegen die geplante Kundgebung von Pegida mit dem niederländischen Islamhasser Geert Wilders am Montagabend in der Flutrinne.

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Die drei Routen des Sternlaufes

Quelle: Dresden für Alle

Die Bündnisse „Dresden für Alle“, „Bildung statt Rassismus“ und „Dresden Nazifrei“ rufen die Dresdner auf, sich an den Protesten zu beteiligen.

Die Ansätze der Bündnisse sind jedoch unterschiedlich. So koordiniert „Dresden für Alle“ am Nachmittag einen Sternlauf unter dem Motto „Vielfalt vor Einfalt“. Von drei Punkten aus sollen die Dresdner bis zum Bahnhof Mitte laufen, um ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz zu setzen, sagte Sprecher Eric Hattke. Mit der Einladung von Geert Wilders, der den Islam und den Koran verbieten möchte, habe Pegida einmal mehr die rote Linie überschritten.

Bilder der Pegida-Demo am 6.April:

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Eindrücke der Dresdner Pegida-Demo am 6. April in Dresden.

Zur Bildergalerie

14.30 Uhr startet der erste Demo-Teil am Fritz-Förster-Platz. Hier rufen TU Dresden, Studentenrat und die Landes- und Universitätsbibliothek SLUB zur Teilnahme auf. Lauf Nummer zwei startet 15 Uhr am Albertplatz, von dem es mit einer Zwischenkundgebung vor der Semperoper zum Bahnhof Mitte geht. Hier sind die Parteien SPD, Linke und Grüne die Träger des Protestes. Der dritte Demozug startet ebenfalls 15 Uhr an der Synagoge. Neben Ausländerbeirat und Ausländerrat sind es hier vor allem die Schüler der Initiative „Bildung statt Rassismus“, die zur Teilnahme aufrufen. Hier soll sich unter anderem die Band „Banda Communale“ beteiligen.

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Die Sprecher Silvio Lang, Lukas Lindner und Eric Hattke (v.l.) rufen die Dresdner auf, gegen Pegida auf die Straße zu gehen.

Quelle: Stephan Lohse

Treff aller drei Demos ist 16 Uhr der Bahnhof Mitte, wo es eine kurze Abschlusskundgebung und Musik der Band „Ukrainians“ gibt. Ziel des Sternlaufes sei nicht eine Blockade von Pegida, so Schüler Lukas Lindner, der zu den Organisatoren von „Bildung statt Rassismus“ gehört. Gleichwohl überlasse man es jedem Einzelnen, nach Ende des Sternlaufes 16.30 Uhr, sich noch an anderen Aktionen zu beteiligen, sagen Lindner und Hattke.

Dresden Nazifrei will Pegida blockieren

Damit dürfte unter anderem der Protest von „Dresden Nazifrei“ gemeint sein. Das Bündnis hat ab 14 Uhr eine Demonstration vom Bahnhof Neustadt bis zur Messe und später zurück zum Albertplatz angemeldet. Ziel von Dresden Nazifrei sei aber klar eine Blockade des Aufmarsches. Abhängig von der Zahl der Teilnehmer werde man versuchen, die Pegida-Veranstaltung zu verhindern oder zumindest zu verzögern, um vor allem die Rede von Geert Wilders zu verhindern.

Pegida versuche in Dresden die europäischen Rechtspopulisten zu vernetzen, pflege Verbindungen zum französischen Front National, der britischen UKIP oder der österreichischen FPÖ. Dass Dresden hier wie einst beim 13. Februar ein Zentrum der Rechten werde, gelte es von Anfang an zu verhindern, so Sprecher Silvio Lang.Wie viele Teilnehmer beim Sternlauf und bei Dresden Nazifrei dabei sein werden, wollten die Organisatoren am Donnerstag noch nicht abschätzen. Nazifrei hofft auf mehrere Tausend Teilnehmer, die vor allem aus Sachsen kommen sollen. Unter anderem hat das Leipziger Netzwerk „NoLegida“ sein Kommen angesagt, nachdem auch die Leipziger Legida-Teilnehmer wieder mit Bussen nach Dresden reisen wollen.

An einem ersten Sternlauf in Dresden im Dezember 2014 hatten sich rund 8000 Menschen beteiligt. Wie viele es dieses Mal werden, ist unklar. Prognosen seien schwer, so Lukas Lindner, da die Schüler beispielsweise noch in den Ferien sind, am Montag aber wieder in die Schule müssen. Er selbst werde sich dem Sternlauf erst unterwegs anschließen. Vorher hat er noch Unterricht.

Stephan Lohse

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