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Städtische Seniorenheime wieder profitabel

Städtische Seniorenheime wieder profitabel

Der Sanierungskurs von Geschäftsführer Matthias Beine hat der städtischen Seniorenheimgesellschaft "Cultus gGmbH" wirtschaftlich gut getan - aber anscheinend auch für die dort wohnenden Rentner für Verbesserungen gesorgt.

Von heiko weckbrodt

"Die Cultus hat im vergangenen Jahr erstmals seit langem auch im operativen Geschäft wieder schwarze Zahlen geschrieben, früher hatten wir dort über eine Million Euro Verlust im Jahr", lobte Sozialbürgermeister und Aufsichtsrat Martin Seidel (parteilos).

Als gGmbH soll die "Cultus" zwar keine Profite machen, braucht aber Überschüsse, um eigene Investitionen zu refinanzieren. In der Vergangenheit hatte zudem Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) immer wieder auf eine jährliche Abgabe der kommunalen Tochtergesellschaft an den Stadthaushalt gedrungen.

Erfreulich sei auch, dass es keine Kritik mehr von der Heimaufsicht gegeben habe, sondern sogar gute Noten, betonte Seidel - die Zustände im Cultus-Heim "Elsa Fenske" waren seinerzeit Auslöser für Chefwechsel und Sanierungskurs gewesen.

Auslastung liegt bei 98 Prozent

In diesem Zuge habe sich auch die Auslastung in den Seniorenheimen verbessert, teilte der Sozialbürgermeister mit. "Cultus hatte mit 96 Prozent kalkuliert und hat sogar 98 Prozent erreicht - und das in einem hart umkämpften Marktumfeld." Insgesamt habe sich Dresden für die stationäre Pflege als "Boom-Stadt" erwiesen. Angesichts der positiven Entwicklung seien nun weitere Investitionen möglich, zum Beispiel in die Modernisierung der Wohnanlage Bühlau. Ein drei Millionen Euro teurer Neubau in Altleuben werde zur Jahresmitte fertig sein.

Steuerungsfunktion für Stadt

Zugleich verteidigte Seidel die Notwendigkeit für die Stadt, trotz eines breiten privaten Anbietermarktes eine eigene Seniorenheimgesellschaft zu betreiben. "Der Besitz kommunaler Altenheime hat eine Steuerungsfunktion", betonte er, dadurch könne die Stadt Marktfehlentwicklungen ausgleichen und eigene seniorenpolitische Akzente setzen.

Beines Vorgänger Ingo Protze hatte die städtischen Heime ab 2004 zur "Cultus" zusammengeführt, modernisiert und aus schweren Verlusten (2003: fast elf Millionen Euro) herausgeführt, dabei aber wohl zu sehr am Personal gespart. Mitte 2007 zeigten Schwesternschülerinnen Pflegemissstände an, kurz darauf musste Protze gehen. Sein Nachfolger Beine strukturierte die "Cultus" danach neu und setzte Personal in die Pflegebereiche um.

www.cultus-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.03.2012

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