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Stadtsportbund fordert mehr Geld und ein Konzept

Haushaltsverhandlungen Stadtsportbund fordert mehr Geld und ein Konzept

Vor der abschließenden Haushaltsberatung erneuert der Stadtsportbund seine Forderungen nach mehr Geld als bisher in den Entwürfen der Verwaltung vorgesehen. Aus seiner Sicht sollten dem Sport im konsumtiven Bereich 3,5 Millionen Euro pro Jahr und für Investitionen vier Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Vor der abschließenden Haushaltsberatung erneuert der Stadtsportbund seine Forderungen nach mehr Geld.

Quelle: imago stock&people

Dresden. Vor der abschließenden Haushaltsberatung erneuert der Stadtsportbund seine Forderungen nach mehr Geld als bisher in den Entwürfen der Verwaltung vorgesehen. „Wir haben schon im Frühjahr unsere Wünsche angemeldet und gehofft, dass die Mittel sowohl im konsumtiven als auch im investiven Bereich aufgestockt werden“, erklärt Robert Baumgarten, Geschäftsführer des Stadtsportbundes. Aus seiner Sicht sollten dem Sport im konsumtiven Bereich 3,5 Millionen Euro pro Jahr und für Investitionen vier Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Im Verwaltungsentwurf stehen gegenwärtig 2,4 Millionen Euro für die konsumtive Sportförderung. Für Investitionen sind eine Million Euro pro Jahr eingeplant, wenn die Großprojekte neues Trainingszentrum für Dynamo Dresden und neues Dach für die Margon-Arena unberücksichtigt bleiben. „Wir befürworten große Vorhaben“, sagt Baumgarten, „aber sie dürfen nicht zu Lasten der anderen Sportstätten und -vereine gehen.“ Vier Millionen Euro städtische Mittel sollen allein für das Dynamo-Trainingszentrum im Ostragehege fließen. Noch gar nicht eingeplant sei das geplante Sportzentrum auf der Ginsterstraße in Gorbitz, für das zwar Mittel über das Programm „Soziale Stadt“ fließen die aber nicht reichen würden, so Baumgarten.

In wenigen Wochen wird der Stadtsportbund sein 100 000. Mitglied begrüßen können, seit 2010 seien rund 30 000 neue Mitglieder dazugekommen, rechnet Baumgarten vor. Diese überaus positive Entwicklung werde aber bei der Sportförderung nicht beachtet, der Pro-Kopf-Betrag an städtischer Förderung werde von 41,20 Euro im Jahr 2012 auf 22,46 Euro im Jahr 2018 sinken, wenn die Sportfördermittel nicht aufgestockt würden. Die Förderquote beim Freistaat Sachsen liege bei 32,50 Euro, so der Stadtsportbund-Geschäftsführer.

Der Sanierungsstau an den Sportstätten sei mit der eingeplanten Million pro Jahr nicht zu beheben, der Eigenbetrieb Sportstätten lebe von der Hand in den Mund. „Wir vermissen ein Konzept, einen Plan, bis wann wir den Sanierungsstau an den Sportstätten abbauen wollen.“ Laut Eigenbetrieb gebe es einen Investitionsbedarf von 70 Millionen Euro. „Wir müssen doch eine Idee haben, wie wir damit umgehen“, fordert Baumgarten.

Die Fraktion Die Linke hatte gegenüber DNN angekündigt, dass man bei den Haushaltsverhandlungen darauf achten werde, dass der Sport nicht schlechter gestellt wird als in den Jahren 2015/2016, wie Finanzpolitiker Tilo Kießling erklärte. Torsten Schulze, sportpolitischer Sprecher der Grünen im Stadtrat, sieht einen Mehrbedarf von 1,4 Millionen Euro pro Jahr für den Sport. Die Forderung des Stadtsportbundes nach einer Million Euro mehr im konsumtiven Bereich hält Schulze für berechtigt. Mit 400 000 Euro sollten unter anderem Regionaltrainerstellen, Trainerlehrgänge und die Teilnahme an Wettkämpfen gefördert werden, aber auch mit 150 000 bis 200 000 Euro Investitionen an Sportstätten.

Eine Chance, dem Sport vier Millionen Euro pro Jahr für Investitionen zur Verfügung zu stellen, sieht Schulze gegenwärtig nicht. Der Zuschuss für das Trainingszentrum von Dynamo werde von den Grünen nicht gänzlich in Frage gestellt. „Wir müssen aber etwas mehr Eigenengagement von Dynamo fordern. Schließlich geht es um die Trainingsbedingungen der Profimannschaft“, sagt er. Auch die Nachnutzung der bereits für den Dynamo-Nachwuchs errichteten Trainingsplätze im Ostragehege müsse geklärt werden.

Auch die CDU-Fraktion will die Mittel für den Sport aufstocken. Dafür sollen 900 000 Euro pro Jahr mehr in den Haushalt eingestellt werden, wie die Christdemokraten in ihrem Haushaltsentwurf festgehalten haben.

Dynamo Dresden ist laut Robert Baumgarten übrigens zum Erfolg verdammt. Denn die Stadt hat für die Jahre 2017 und 2018 einen Stadionzuschuss von 662 000 Euro an den Verein eingeplant. Dieses Geld muss die Stadt zahlen, wenn sich die Fußballer in der 2. Bundesliga etablieren. Wenn sie dagegen in die 3. Liga absteigen sollten, werden 2,3 Millionen Euro Zuschuss fällig.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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