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Stadtrat stellte die Weichen für eine neue Zukunft der Dresdner Krankenhäuser

Stadtrat stellte die Weichen für eine neue Zukunft der Dresdner Krankenhäuser

Nach über zweistündiger Redeschlacht brachte der Stadtrat die Reform der beiden städtischen Krankenhäuser auf den Weg. Das Zukunftskonzept des viel gescholtenen Bürgermeisters Detlef Sittel (CDU) erhielt eine klare Mehrheit.

Von Ralf Redemund

Und: Jürgen Richter übernimmt ab 1. Juni bis Jahresende als kaufmännischer Leiter der beiden städtischen Kliniken die schwierige neue Führung. In der Interimszeit soll mittels Ausschreibung eine Langzeitlösung gefunden werden, für die sich Richter bewerben kann (DNN berichteten).

Die 70 Stadträte übten sich redlich darin, die verbale Lufthoheit darüber zu erlangen, wer denn den größten Anteil daran hat, dass es jetzt voran geht. In einem waren sich alle einig: "Wenn wir jetzt nichts unternehmen, geraten die städtischen Krankenhäuser in Liquiditätsschwierigkeiten", sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU).

Ein gemeinsamer Verwaltungschef sei nur ein erster Schritt, sagte Linke-Chef André Schollbach, was niemand bestritt. Beim Bürgerentscheid im Januar hätten 84 Prozent der Bürger dafür gestimmt, dass beide Krankenhäuser städtische Eigenbetriebe bleiben, berief sich Schollbach auf die auch durch ihn initiierte Abstimmung. "Im Ergebnis des Bürgerentscheids sehen wir uns aber in der Verantwortung, die Zukunft der beiden Kliniken aktiv mitzugestalten und zu begleiten", folgerte der Linken-Fraktionschef.

"Die Kärrnerarbeit liegt bei den Häusern", bremste Angelika Malberg (CDU) so viel Stadtratseifer aus, unterstützt durch André Schindler: Gerade bei den anstehenden Entscheidungen im medizinischen Bereich, wie der Zusammenlegung von Abteilungen und der Bildung neuer Bereiche, sei eine einheitlich Leitung für beide Häuser zwingend erforderlich, aber nicht nur auf Verwaltungs-, sondern auch auf fachlich-medizinischer Ebene. Deshalb mahnte Schindler auch eine gemeinsame ärztliche Leitung beider Häuser an.

Linke und SPD schlugen vor, ausgelagerte Dienstleistungen wie die Speiseversorgung wieder in die Krankenhäuser zu holen (Insourcing genannt), um so die Qualität und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Während die beiden Fraktionen mit ihren eher politisch motivierten Plänen wie der Bildung eines zeitweiligen Beirates "Zukunft der Krankenhäuser" an CDU, FDP, Bürgerfraktion und der Enthaltung der Grünen scheiterten, ging die Forderung der Grünen nach Errichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums ohne Gegenstimmen durch.

In zwei bis drei Jahren sollen die Kliniken nach dem Willen aller wie- der schwarze Zahlen schreiben. Der Krankenhaus-Ausschuss soll über alle Reformschritte zeitnah informiert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.05.2012

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