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Stadtpark in der Dresdner Friedrichstadt rückt in weite Ferne

Stadtpark in der Dresdner Friedrichstadt rückt in weite Ferne

Es war eine große Vision, die die CDU-Politiker in Dresden - allen voran Stadtrat Joachim Stübner - hatten. Anstelle des bald wahrscheinlich komplett stillgelegten Güterbahnhofs in der Friedrichstadt wollten sie eine Art zweiten Großen Garten schaffen.

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Diese Luftaufnahme zeigt das Mittelstück des derzeit noch betriebenen Güterbahnhofs in der Friedrichstadt. Die CDU will in diesem Bereich und auch darüber hinaus langfristig eine Art zweiten Großen Garten schaffen. Dadurch soll sich unter anderem die Luftqualität im Stadtzentrum verbessern.

Quelle: Jürgen-M. Schulter

Von christoph stephan

Einen langen Grünzug rund um die jetzige Bahnstrecke zum Ausspannen und Flanieren, den so genannten "Stadtpark West".

"Natürlich reden wir hier über eine Generationenaufgabe, wirklich realisiert ist das Projekt mit Sicherheit nicht vor 15 oder 20 Jahren. Aber wir sollten jetzt schon die wichtigsten Weichen stellen, zum Beispiel als Stadt Verhandlungen mit der Bahn über nicht mehr benötigte Flächen und Liegenschaften aufnehmen", erklärt Stübner.

Seine Pläne sind noch weitaus detaillierter: So schwebt ihm vor, frühzeitig Mitarbeiter des Instituts für Landschaftsarchitektur der TU Dresden hinsichtlich der Gestaltung des "Stadtparks West" mit ins Boot zu holen und bei Finanzierungsproblemen Erlöse aus dem Verkauf des städtischen Grundstücks Loschwitzer Straße 50 für das Vorhaben einzustellen.

Doch diese große Vision schmolz am Donnerstagabend im Dresdner Stadtrat auf den sprichwörtlich kleinsten gemeinsamen Nenner. Denn am Ende setzte sich ein Änderungsantrag der SPD durch, wonach die Verwaltung im Rathaus bis Ende März 2013 lediglich ein Konzept für die zukünftige Entwicklung des Güterbahnhofs Friedrichstadt erarbeiten und dabei unter anderem auch die Chancen für einen "Stadtpark West" prüfen soll. Kein Wort mehr von konkreten Verhandlungen mit der Bahn, kein Wort mehr von zu beteiligenden Landschaftsarchitekten. Dass der CDU-Antrag an den Abstimmungsmauern des Stadtrates zerschellte, wie es Grünen-Vorstand Michael Schmelich bei "Twitter" süffisant formulierte, deutete sich bereits in der hitzigen Diskussion vor der Abstimmung an.

"Die Vision an sich ist ja genial, das Problem ist nur, wer soll das finanzieren", fragte Kris Kaufmann von den Linken. Grünen-Stadtrat Torsten Schulze fürchtet zudem gefährliche Erblasten: "Nach 100 Jahren Güterverkehr sind die Grundstücke mit Sicherheit kontaminiert. Wie sehr, können wir aber überhaupt noch nicht abschätzen. Wollen wir solche Flächen der Bahn wirklich abkaufen?" Vor vorfristigen Festlegungen warnte SPD-Stadtrat Axel Bergmann. "Ich kenne die langwierigen Prozesse im Zusammenhang mit der Entwicklung von Bahnflächen und warne davor, jetzt schon konkrete Gelder einzuplanen, wie es der CDU vorschwebt."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.09.2012

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