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Stadterneuerung ist in Dresden eine Erfolgsgeschichte

Keine Perspektive für das Sachsenbad Stadterneuerung ist in Dresden eine Erfolgsgeschichte

448 Millionen Euro öffentliche Mittel und 3,5 Milliarden Euro privatwirtschaftliche Investitionen - das ist die Bilanz von 25 Jahren Stadterneuerung in Dresden, die Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) vorstellte.

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Für das Sachsenbad gibt es weiterhin keine Perspektive.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. 448 Millionen Euro öffentliche Mittel und 3,5 Milliarden Euro privatwirtschaftliche Investitionen - das ist die Bilanz von 25 Jahren Stadterneuerung in Dresden, die gestern Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) vorstellte. Die knapp vier Milliarden Euro flossen in 31 Gebiete der Stadterneuerung, wobei elf davon Sanierungsgebiete waren.

Thomas Pieper, Sachgebietsleiter Stadterneuerung in der Stadtverwaltung, rechnet für die nächsten fünf Jahre mit einem deutlich geringeren Volumen. "Wir hoffen auf bis zu 20 Millionen Euro Fördermittel", erklärte er. Es handele sich um eine Rechnung mit vielen Unbekannten: Es sei jetzt noch nicht bekannt, welche Mittel von EU, Bund und Land zur Verfügung gestellt würden. Auch die Frage der städtischen Eigenmittel könne gegenwärtig nicht beantwortet werden. "Das hängt ja auch davon ab, welche Prioritäten der Stadtrat setzt." In den vergangenen 25 Jahren habe die Stadt ein Drittel Eigenmittel zu den Fördermitteln von Bund und Land beigesteuert, die 64 Prozent der Kosten trugen. Von der EU kamen lediglich sechs Prozent.

Mit dem Geld wurden Wohngebäude saniert, aber auch Straßen und Plätze. Die Stadt legte Grünflächen an, baute Kindertagesstätten, Schulen, Spielplätze, soziokulturelle Zentren und Verwaltungsgebäude. Oft seien die Wünsche der Anwohner verwirklicht worden, so Steffen Szuggat, Leiter des Stadtplanungsamtes. In der Neustadt sei seinerzeit vehement die Sanierung des Nordbads gefordert worden. "Wir hätten uns unglaubwürdig gemacht, wenn wir das nicht aufgenommen hätten." Auch die Sanierung des Hebbelbades in Cotta sei zu einem wesentlichen Teil dem Engagement der Bürgerschaft zu verdanken.

Das Sanierungsgebiet mit der höchsten privaten Investitionsquote ist laut Szuggat der Neumarkt. Dort stünden einem Euro öffentliche Mittel elf Euro an privaten Investitionen gegenüber. Die Stadt sei in diesem Areal aber auch nur für die öffentliche Infrastruktur wie Straßen und Wege sowie für die Begrünung zuständig, so der Amtsleiter.

Schwerpunkt in den nächsten Jahren sei die weitere Gestaltung des Areals Kraftwerk Mitte, die mit der Eröffnung von Operette und Theater Junge Generation längst nicht abgeschlossen sei, so Pieper. Es gehe darum, weitere Gebäude zu sanieren. Auch das Festspielhaus Hellerau werde im Blickpunkt der Stadterneuerung bleiben, hier stünde der Ostflügel auf der Agenda.

Bei allen Erfolgen, die die Stadterneuerung feiern konnte: "In einem Punkt sind wir nicht so weit, wie wir es uns gerne vorstellen: Für das Sachsenbad gibt es keine Perspektive", bedauert Pieper. Baulich müsste in den nächsten Jahren dringend etwas mit dem markanten Gebäude passieren. Aber: "Es gibt im Moment kein Konzept für eine Nutzung", so der Sachgebietsleiter.

Thomas Baumann-Hartwig

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