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Stadt will in den nächsten Jahren 60 Millionen Euro in Rathausmodernisierung investieren

Stadt will in den nächsten Jahren 60 Millionen Euro in Rathausmodernisierung investieren

In Zeiten knapper Kassen und der Debatte um verschobene Schul- und Schwimmhallensanierungen lässt die Nachricht aufhorchen: Die Stadt will im Januar den Startschuss für die 60 Millionen Euro teure Sanierung des Rathauses geben.

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Der Festsaal soll unter anderem eine moderne Technik erhalten.

Quelle: Dominik Brüggemann

Zehn Jahre sind für die Komplett-Instandsetzung veranschlagt. Allein 24,4 Millionen Euro kostet der erste Bauabschnitt bis 2015 - für die Modernisierung des besonders maroden und frequentierten Ostflügels (18,8) sowie die Neuausrichtung des Rechenzentrums inklusive Dacharbeiten (5,6). Das ist deutlich mehr als 2008 beschlossen: Damals waren für den Ostflügel nur elf Millionen Euro veranschlagt, für das Gesamtprojekt 40 Mio Euro. Eine Sparvariante für Brandschutz hätte gar nur 25 Millionen Euro gekostet.

„Uns ist bewusst, dass dieses Vorhaben nach politischer Legitimation schreit. Wir machen keine Luxussanierung, aber es sind bei den konkreten Planungen mehrere Punkte hinzugekommen, zudem lagen damals nur Kostenschätzungen vor. So müssen wir zum Beispiel den sehr maroden Hof C abbrechen und wiederherstellen, mehr Auflagen beim Thema Belüftung erfüllen und die Barrierefreiheit überall gewährleisten", erklärt Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) die gestiegenen Kosten allein für den Ostflügel. Vom Tisch ist hingegen nach heftiger Kritik die Idee eines teuren Umbaus des Fest- zu einem hochmodernen Plenarsaal.

Beschlossen hat der Stadtrat die Modernisierung des Rathauses bereits vor zwei Jahren. Im Mai beauftragte der Stadtrat die Verwaltung aber noch einmal, zu prüfen, ob nicht die Ertüchtigung des Brandschutzes genüge. „Das macht keinen Sinn", sagt Vorjohann. „Die Elektro- und Lüftungstechnik ist veraltet. Wenn wir die erneuern, müssen wir ins Mauerwerk und dort befinden sich Schadstoffe, die dann auch entfernt werden müssen." Stückwerk bringe nichts. „Wenn wir nicht bald sanieren, laufen wir Gefahr, dass die Bauaufsicht irgendwann sagt, dass das Rathaus geschlossen werden muss."

Größte Gefahr besteht im Brandfall. So gibt es laut Projektleiterin Maren Schesky keine Brandmeldeanlage. Zudem sind Rettungswege verbaut und Treppenhäuser nicht durchführend. Hinzu kommen Kleinigkeiten, wie Garderoben, Holztische oder -bänke in Foyers, die laut heutiger Brandschutzstandards nicht mehr dort hingehören.

Besonders prekär sei die Lage im Ostflügel mit Rats- und Festsaal. Aus beiden Sälen müssen die Holzvertäfelungen raus, weil Spuren des giftigen Holzschutzmittels Lindan gefunden worden. „Die Konzentration kann aber nicht als gefährlich eingestuft werden", sagt Schesky. Zeitlich vorgezogen wird die Verlegung des Rechenzentrums aus dem Erdgeschoss unter das Dach. Vorjohann begründet dies mit den Gefahren Flut, Terrorismus und Vandalismus.

Schöner wird es natürlich auch: Neues Dach, neue Vertäfelung, neues Parkett, eine Schwerhörigenanlage, moderne Lautsprecher für die Säle, eine Abstimmungsanlage und Bildschirme, die Ergebnisse in das Foyer übertragen. Die Fraktionen bekommen mehr Raum, verglaste Eingänge und herausnehmbare Wände, um die Zimmeraufteilung der Fraktionsstärke anpassen zu können. Der Stadtrat muss während der Arbeiten von Anfang 2011 bis Anfang 2014 ausziehen, soll im Kulturpalast und notfalls im Kongresszentrum oder dem Landhaus tagen. Die Fraktionen ziehen innerhalb des Rathauses um, das Steueramt in die frei gewordenen Räume der Dresden Marketing GmbH an der Ostra-Allee.

Die Vorlage soll diesen Dienstag den Fraktionen zugehen, damit das Thema noch in die Haushaltsdebatte einfließen kann.

Skadi Hofmann

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