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Stadt legt Konzept vor: DNN-Gebäude gehört zum Dresdner Revolutionsweg

Stadt legt Konzept vor: DNN-Gebäude gehört zum Dresdner Revolutionsweg

Endlich liegt es vor und wird wohl so am 24. Januar im Kulturausschuss des Stadtrates beschlossen: das Konzept für einen Dresdner Revolutionsweg.

Ein Verbund von 14 Stationen erinnert an die Wende-Ereignisse in Dresden in den Jahren 1989/90. Rund 100 000 Euro kostet die Umsetzung bis 2014, knapp 20 000 Euro gibt es in diesem Jahr aus dem Freistaats-Programm "Denkmalstätten 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit".

Initiiert von CDU-Stadtrat Sebastian Kieslich, hat die Verwaltung im Auftrag des Stadtrates vom Juli 2011 ein Erinnerungspaket geschnürt, das die Kirchen (im Plan zusammengefasst als eine Station) als Stätten des konstruktiven Widerstandes ebenso einbezieht wie die offenen Plätze vor dem Hauptbahnhof oder auf der Prager Straße. Auf Vorschlag der Bürgerfraktion ist auch die Hauptstraße 21, heute Sitz der Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN), dabei, dem Nachfolger der Tageszeitung "Die Union" (noch heute im Untertitel auf der DNN-Titelseite), um an den Beginn von Presse- und Meinungsfreiheit in Dresden zu erinnern.

"Union"-Redakteurin Uta Dittmann war zur Wendezeit Leiterin des Kulturressorts. Ihr Artikel mit der Überschrift "Es ist möglich, miteinander zu reden" gilt als erster realistischer Bericht einer DDR-Zeitung über die dramatischen Ereignisse bei den Demonstrationen gegen die Willkür des von der SED dominierten DDR-Staates. Der erste Satz lautete: "Die Information über die Ereignisse der letzten Tage und Nächte in Dresdens Innenstadt, die auch unsere Zeitung gestern veröffentlicht hat, war einseitig und vermittelt ein falsches Bild." (Die Union, 10. Oktober 1989)

In einem ersten Schritt sollen die Gedenk-Orte mit Stahltafeln und durch die Wortmarke "Wir sind das Volk" sowie einem erklärenden Textblock markiert werden. Im Internet-Auftritt der Stadt wird es zu jeder Gedenkstätte ein Ortsarchiv geben, zu das jeder Bürger beitragen kann. Dazu will die Stadt Themenstadtpläne und Führungen anbieten. Außerdem sollen Veranstaltungsreihen und Unterrichtsbausteine für die Schulen und den Freizeitbereich entwickelt werden. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.01.2012

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