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Stadt Dresden kauft Russensportplatz vom Land für 450.000 Euro - Westerweiterung des Alaunplatzes kommt

Stadt Dresden kauft Russensportplatz vom Land für 450.000 Euro - Westerweiterung des Alaunplatzes kommt

Die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen sind endlich zu einer Einigung zum Erwerb eines Teilstückes der Militärbrache westlich des Alaunplatzes gelangt. Wie am Dienstag bekannt wurde, kann die Stadt das Gelände nun für 450.000 Euro vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB) kaufen, um den überlasteten Park zu erweitern.

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Stadtrat Torsten Schulze von den Grünen freut sich: Endlich erhalten die Neustädter mehr Freifläche.

Quelle: Jane Jannke

 

Am 12. Mai 2011 hatte der Dresdner Stadtrat die Oberbürgermeisterin beauftragt, das seit 1992 brach liegende Areal westlich des Alaunplatzes zu kaufen und damit das eklatante Grünflächendefizit in der Neustadt zu entschärfen. Nun scheint bei den 16 Jahre währenden Verhandlungen endlich der Durchbruch geschafft. Man habe „grundsätzlich Einigkeit über die Veräußerung der Erweiterungsfläche zum Alaunpark erzielt“, hieß es seitens der Stadt.  

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Auch Stadtrat Torsten Schulze von den Grünen ist zuversichtlich, dass zwischen Tannen-, Paulstraße und Bischofsweg bald etwas passiert.

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450.000 Euro soll das 1,5 Hektar große Areal nun kosten. Die darauf folgende Umgestaltung zur Freizeit- und Grünanlage wird jedoch den weitaus größten Posten stellen: Rund eine Million Euro will die Stadt dafür in die Hand nehmen, knapp 50.000 Euro davon entfallen auf die notwendige Altlastensanierung. Genau die hatte in der Vergangenheit für reichlich Zündstoff gesorgt, denn die einst mit 300.000 Euro veranschlagte Maßnahme zur Entsorgung von Altöl und Schmierstoffresten sollte ursprünglich die Stadt allein tragen. Ob der Freistaat nun den Rest der Kosten trägt oder aber die Maßnahmen auf das Notwendigste beschränkt werden, ist nicht bekannt.  

Aber auch über den eigentlichen Kaufpreis hatte lange Zeit Streit geherrscht, der die Verhandlungen immer wieder lähmte. Stolze 140 Euro pro Quadratmeter hatte der SIB vor zwei Jahren noch für das Land verlangt, mittlerweile hat man sich auf 30 Euro pro Quadratmeter geeinigt. Dem Abschluss eines Kaufvertrages steht nun laut Aussage der Stadt nichts mehr im Wege, sämtliche bisherigen Hindernisse seien ausgeräumt.  

Derzeit werde durch die Verwaltung eine Vorlage erarbeitet, die das Gesamtvorhaben, also Grunderwerb und inhaltliche Gestaltung umfasse. Zur konkreten Vertragsabstimmung fand am Montag ein weiterer Termin zwischen Liegenschaftsamt und SIB statt. Zweckgebundene Mittel für den Ankauf sind im aktuellen Haushalt bereits eingestellt, die Frage der Finanzierung, über die lange Zeit Unklarheit herrschte, also auch geklärt.  

„Wenn alles glatt geht, könnte noch Ende des ersten Quartals ein notariell beglaubigter Kaufvertrag vorliegen“, freut sich Grünen-Stadtrat Torsten Schulze, der seit 2004 die Westerweiterung des Alaunplatzes vorantreibt. Nach dem zügigen Erwerb sollten nun als Erstes eine Altlastensanierung vorgenommen und Grünflächen angelegt werden, damit der neue Parkteil möglichst bald genutzt werden kann, so Schulze. „Wir nehmen die Stadt beim Wort.“  

„Ich freue mich über die Entwicklung“, ließ auch SPD-Stadträtin Sabine Friedel vermelden. Entscheidend sei nun, dass auch die für die Altlastensanierung notwendigen Mittel baldmöglichst bereit gestellt würden.   Mehr als 40.000 Menschen teilen sich mittlerweile die kleine grüne Oase, die insbesondere an schönen Tagen hoffnungslos übervölkert ist. Mit einer Erweiterung um den sogenannten „Russensportplatz“ könnte der Park noch einmal um rund ein Drittel seiner derzeitigen Größe anwachsen.

Jane Jannke

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