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Stadt Dresden investiert 47,7 Millionen Euro für Asylbewerber

3000 Plätze in Containern Stadt Dresden investiert 47,7 Millionen Euro für Asylbewerber

Knapp 50 Millionen Euro will Dresden in den kommenden Wochen ausgeben, um neue Plätze für Asylbewerber zu schaffen. Der Stadtrat soll am 10. Dezember über das Maßnahmenpaket entscheiden. Neue Containerstandorte sollen aber erst im Frühjahr 2016 in Betrieb gehen.

Das Technische Hilfswerk (THW) baute im September auf dem Areal an der Strehlener Straße in Dresden Container als Flüchtlingsunterkunft auf. Davon soll es ab Frühjahr 2016 noch mehr geben.

Quelle: dpa

Dresden. Die Landeshauptstadt Dresden investiert in den nächsten Wochen rund 47,7 Millionen Euro, um 2558 Unterkunftsplätze für Asylbewerber zu schaffen. Das erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Donnerstag vor dem Stadtrat. Er kündigte ein Maßnahmepaket 2 zur Schaffung von Unterkünften an, über das der Stadtrat am 10. Dezember entscheiden soll. Zuvor seien Sondersitzungen des Sozial- sowie des Finanzausschusses geplant. Gleichzeitig müsste der Stadtrat über drei Vorlagen zu Containerstandorten abstimmen, so Hilbert.

Mit dem Maßnahmepaket 2 sollen für rund neun Millionen Euro 1228 Plätze geschaffen werden. Dabei gehe es vorrangig um den Ausbau der Kapazitäten in bestehenden Asylbewerberheimen wie in der Katharinenstraße oder der Boxberger Straße, so der OB.

Als Containerstandorte sind die Altenberger Straße 83 mit 510 Plätzen in fünf Gebäuden, die Washingtonstraße 36 mit 560 Plätzen in 20 Gebäuden und der Zellesche Weg mit 288 Plätzen in zwei Gebäuden geplant. In die Altenberger Straße will die Stadt zwölf Millionen Euro investieren, in die Washingtonstraße 18,5 Millionen Euro und in den Zelleschen Weg 8,2 Millionen Euro. Hilbert geht davon aus, dass bis zu 3000 Plätze in Wohncontainern geschaffen werden müssen.

Die Containerstandorte werden aber erst im Frühjahr 2016 oder später in Betrieb gehen. Die Stadt stehe aber vor der Herausforderung, im Dezember dieses Jahres und im Januar 2016 rund 3400 Asylbewerber aufnehmen zu müssen, so Hilbert. "Das ist eine große Herausforderung, zumal ein Abebben der Zuweisungen von Asylbewerbern nicht zu erwarten ist." Ziel sei es, schnell 3650 Unterkünfte zu schaffen. Neben dem Maßnahmepaket 2 gebe es die Möglichkeit, 1000 Personen in Hotels unterzubringen. Privatpersonen hätten der Stadt 200 Wohnungen oder Zimmer für Asylbewerber angeboten, so Hilbert. Er hatte an alle Dresdnerinnen und Dresdner appelliert, der Stadt freie Kapazitäten anzubieten.

Er führe jeden Tag ein bis zwei Gespräche mit Investoren für den Sozialen Wohnungsbau, so Hilbert. Die Stadt gehe von einem Bedarf von 2300 Sozialwohnungen bis 2017 aus. "Wir müssen sehr kurzfristig kostengünstigen Wohnraum beschaffen und prüfen dafür alle Möglichkeiten", erklärte der OB. Es werde auch intensiv über kommunale Investitionen in der Verwaltung nachgedacht.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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